Samstag, 2. Mai 2009

"Ich weiß nicht, was los war": Liu und Gardos bei Tischtennis-WM ausgeschieden

  • Habesohn/Presslmayer, Gardos/Li nicht mehr dabei
  • Damen-Doppeel Li/Liu im Achtelfinale gescheitert

Österreichs letzte Medaillenhoffnungen bei den 50. Tischtennis-Weltmeisterschaften in Yokohama sind geplatzt. Das Damen-Doppel Li Qiangbing/Liu Jia scheiterte im Achtelfinale an den Südkoreanerinnen Kim Kyung Ah/Park Mi Young 0:4 (-10,-9,-10,-7). Trotz des deutlichen Ergebnisses gegen die als Nummer vier gesetzte Paarung hatten Li/Liu ihre Möglichkeiten, denn die Österreicherinnen verloren die Sätze eins und drei jeweils nach 10:7-Führung.

Damit hat das österreichische Team, das ohne Jung-Papa Werner Schlager angereist war, bei den Individual-Titelkämpfen in Japan keine Medaille erobert.

Ausgeschieden sind bereits zuvor in Einzelrunde drei Liu Jia und Robert Gardos, in der zweiten Doppelrunde bzw. in der dritten Mixed-Runde Daniel Habesohn/Bernhard Presslmayer und Gardos/Li.

Eher unerwartet kam das 1:4 von Liu Jia gegen Yu Meng Yu. Die Weltranglisten-33. aus Singapur hatte bei vielen langen Ballwechseln im Spielverlauf immer öfter das bessere Ende für sich. Nachdem Liu in Satz vier nach einem 4:7 mit 10:7 in Führung lag und diesen doch noch verlor, war ihr Widerstand gebrochen. "Ich weiß nicht, was los war", meinte die 27-Jährige. "Aber ich hatte große Konzentrationsprobleme und konnte das Spiel nicht aktiv gestalten. Ich konnte immer nur reagieren, nie agieren."

Durch das früh angesetzte Doppel hätte Liu nicht ausreichend Schlaf gehabt, ihre Beine seien schwer gewesen. Im Doppel freilich hatte es an der Seite von Li gegen das Hongkong-Duo Lau Sui-fei/Yu Kwok-see mit einem 4:2 geklappt. Gegen die als Nummer vier gesetzten Kim/Park sind Liu/Li nun aber Außenseiter, die Koreanerinnen haben von den Weltmeisterschaften in Zagreb 2007 immerhin eine Bronze-Medaille zu verteidigen.

Gleich doppelt ausgeschieden ist Gardos. Im Einzel hatte der 30-Jährige gegen den aufstrebenden Lokalmatador Kenat Matsudaira einen schweren Stand, der Japaner hatte schon in Runde zwei überraschend den südkoreanischen Weltranglisten-Zwölften Oh Sang Eun ausgeschaltet. Der 18-Jährige bot, angetrieben vom eigenen Publikum, eine bemerkenswerte Leistung und zeigte auch in brenzligen Situationen erstaunliche Coolness.

(apa/red)

2.5.2009 11:31