Dutzende Todesopfer bei Taliban-Offensive:
Afghanische Regierungsvertreter enthauptet
- Angriffe der Taliban in mehreren Teilen des Landes
- NATO-Soldaten töteten ein zwölfjähriges Mädchen

·Barack Obama - Der tierische US-Präsident
100 Tage im Amt: Von Bären, Adlern & Panthern
·Taliban ermorden
Frauenrechtlerin
Am Telefon: "Hatte keine gute Vergangenheit"
Nach Beginn der von den fundamentalistischen Taliban angekündigten neuen Offensive hat es in den vergangenen Tagen bei Kämpfen in verschiedenen Teilen Afghanistans Dutzende Tote gegeben. Im Swat-Tal enthaupteten Taliban-Rebellen zudem zwei Regierungsvertreter.
Die Enthauptungen seien die Rache für die Tötung von zwei Taliban-Kommandanten, sagte ein Sprecher der Extremisten. Die beiden Regierungsvertreter seien entführt und in dem 18 Kilometer nördlich von Mingora gelegenen Dorf Khuwaza Kheil geköpft worden.
Ihre Körper seien anschließend von den Taliban an den Straßenrand geworfen und später von Rettungskräften geborgen worden, hieß es weiter. Mitte kommender Woche treffen sich Pakistans Präsident Asif Ali Zardari und sein afghanischer Kollege Hamid Karzai mit US-Präsident Barack Obama, um über die Zerstörung der Rückzugsgebiete von Al-Kaida und Taliban im Grenzgebiet beider Länder zu beraten.
NATO-Soldaten töteten Mädchen
NATO-Soldaten haben im Westen Afghanistans ein zwölfjähriges Mädchen getötet und zwei weitere Zivilisten durch Schüsse verletzt. Wie ein Sprecher der in Herat stationierten italienischen Truppen sagte, schossen die Soldaten auf ein Auto, das sich ihrem Konvoi näherte. Das Fahrzeug habe trotz Aufforderung und Warnschüssen nicht angehalten, die Soldaten hätten daher einen Anschlag befürchtet und das Feuer eröffnet. Wie ein Polizeisprecher sagte, waren das Mädchen und seine Familie auf dem Weg zu einer Hochzeitsfeier in Herat gewesen, als ihnen die Soldaten entgegenkamen.
Der Onkel des Mädchens, der den Wagen gefahren hatte, sagte vor Journalisten, seine Nichte sei von den Kugeln im Gesicht getroffen worden. Ihre Mutter habe Verletzungen an der Brust erlitten, er selbst sei durch Glassplitter im Gesicht verletzt worden. Er gab an, die Soldaten wegen Regens und schlechter Sicht nicht sofort gesehen zu haben.
Attacken auf Militärposten
In der Provinz Kunar im Osten des Landes attackierten Hunderte Aufständische einen afghanischen Militärposten. Wie das Verteidigungsministerium in Kabul mitteilte, kamen bei dem Überfall am Wochenende mindestens vier Soldaten ums Leben. Die US-geführten Koalitionstruppen teilten mit, afghanische und internationale Truppen hätten den Angriff zurückgeschlagen und dabei mindestens 19 Taliban getötet. Zwölf weitere Aufständische kamen nach afghanischen Angaben bei Gefechten in der südlichen Provinz Uruzgan ums Leben.
In Uruzgans Nachbarprovinz Helmand wurden laut Innenministerium vier Zivilisten bei einem Bombenanschlag getötet, darunter zwei Kinder. Sieben Menschen seien verletzt worden, als der Sprengsatz auf einem Marktplatz explodierte. Die Taliban hatten am Donnerstag nach eigener Darstellung eine als "Nasrat" (Sieg) bezeichnete Offensive begonnen. Der Süden und der Osten Afghanistans gelten als Hochburgen der Aufständischen.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Familiendrama in St. Pölten11:38
Gedenkfeier in SchuleLehrer und Schüler nehmen Abschied von getötetem Buben - Kinder psychologisch betreut
