Somalische Piraten rauben munter weiter:
Bringen britischen Frachter in ihre Kontrolle
- Portugiesische Soldaten verindern weiteren Überfall
- NATO konnte Waffen und Sprengstoff sicherstellen
·Piraten kapern deutsches Frachtschiff
17 Menschen an Bord
des Getreidefrachters
·200 Millionen Euro gegen die Piraten
Weltgemeinschaft will Somalia stabilisieren
·USA verschärfen
Kampf gegen Piraten
Clinton: Aktionsplan gegen Banditen vorgelegt
Vor der somalischen Küste haben Piraten einen britischen Frachter und seine ukrainische Besatzung in ihre Gewalt gebracht. Die Seeräuber überfielen die unter maltesischer Flagge fahrende "Ariana", wie NATO-Sprecher Alexandre Santos Fernandes mitteilte.
Der Frachter sei nordwestlich der Seychellen gekapert worden, rund 1.600 Kilometer außerhalb des Einsatzgebietes der NATO. Wie viele Besatzungsmitglieder an Bord sind, war zunächst nicht bekannt. Bei allen handle es sich um Ukrainer, sagte Fernandes.
Weitere Überfall vereitelt
Unterdessen vereitelte die Besatzung einer portugiesischen Fregatte im Golf von Aden einen Piratenüberfall auf einen norwegischen Öltanker. Die Soldaten nahmen 19 Männer fest und stellten nach NATO-Angaben Sprengstoff, Schnellfeuergewehre und Panzerabwehrgranaten sicher. In Absprache mit den zuständigen portugiesischen Behörden und nach geltendem Recht seien die mutmaßlichen Piraten aber wieder freigelassen worden, weil sie keine Portugiesen oder Eigentum des Landes angegriffen hätten.
Die "Corte-Real" reagierte den Angaben zufolge auf einen Notruf des Öltankers "Kition" und entsandte zunächst einen Hubschrauber. Die Angreifer seien in einem kleinen Boot zu ihrem Mutterschiff geflohen, seien dort aber von den portugiesischen Soldaten ohne Blutvergießen gestellt worden. Auch der Öltanker sei nicht beschädigt worden.
Es war das erste Mal, dass NATO-Soldaten bei den Piraten nicht nur Waffen, sondern auch Sprengstoff sicherstellten, wie Fernandes sagte. Die vier Dynamit-Stangen seien zerstört worden.
(apa/red)
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