Die Schweinegrippe greift um sich: 175 Personen weltweit mit Killervirus infiziert
- 20 Erkrankungsfälle in EU und einen in der Schweiz
- EU: Sind auf Notfälle dieser Art bestens vorbereitet
In Mexiko sieben Personen gestorben und eine in USA

Die Schweinegrippe greift um sich. Derzeit gibt es 175 Erkrankungsfälle weltweit, 20 davon in der EU und einer in der Schweiz. Dies berichtete am Donnerstag das EU-Seuchenkontrollzentrum (ECDC). Die Zahl der Toten lag weiterhin bei sieben in Mexiko und einem in den USA.
Die Europäische Union will angesichts des Ausbruchs der Schweinegrippe in Europa gemeinsam handeln. Die europäische und internationale Reaktion auf die Gefahr einer Pandemie sei "effektiv", heißt es in einem Entwurf der gemeinsamen Schlussfolgerungen der EU-Gesundheitsminister in Luxemburg. Diese Kooperation müsse weitergehen, hieß es. "Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssen weiterhin entschieden handeln."
Seit 2005 - dem großen Ausbruch der Vogelgrippe - sei die EU "auf derartige gesundheitliche Notfälle vorbereitet". Die Mitgliedstaaten hätten im Rahmen der Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasch gehandelt. Vorbeugung und Reaktion auf gesundheitliche Bedrohungen seien Sache der Mitgliedstaaten. Die Effektivität nationaler Maßnahmen würde indes durch anhaltende Koordinierung durch die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten sowie den Austausch von Informationen über die WHO und die EU verbessert.
Enge Zusammenarbeit in der EU
Die Mitgliedstaaten seien aufgerufen, eng miteinander sowie mit der Pharmaindustrie zu kooperieren, um so schnell wie möglich die Entwicklung eines Impfstoffes zu ermöglichen. Die EU-Minister betonten, dass die bekannten Fälle von Schweinegrippe über Infektionen von Mensch zu Mensch verursacht worden seien. Es gebe derzeit keinen wissenschaftlichen Beweis für einen Zusammenhang zwischen der Seuche und dem Verzehr von Schweinefleisch.
(apa/red)
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