Schreckliches Blutbad im Zentrum Bagdads:
Zwei Autobomben in Innenstadt explodiert
- Polizei berichtet: Mindestens 68 Personen verletzt
- Dritter Sprengsatz rechtzeitig von Polizei entschärft

Bei einer Anschlagsserie auf mehrere Märkte in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 41 Menschen getötet worden. Fast 70 Menschen wurden bei den Autobomben-Attentaten im schiitischen Viertel Sadr City (Madinat al-Sadr) verletzt, wie Innen- und Verteidigungsministerium mitteilten.
Zwei Autobomben seien zeitgleich auf einem Markt detoniert, hieß es. Einer der Sprengsätze ging nahe einer beliebten Eisdiele hoch, wo sich zahlreiche Familien versammelt hatten. Ein dritter Sprengsatz werde entschärft, erklärte die Polizei. Aufgebrachte Bürger versuchten nach dem Anschlag irakische Soldaten mit Steinen zu treffen und warfen ihnen vor, nicht genug für ihre Sicherheit zu tun.
In den vergangenen Monaten war die Zahl der Anschläge im Irak allmählich zurückgegangen, seit Februar ist Bagdad jedoch wieder häufig Ziel von Attentaten. Erst kürzlich starben 65 Menschen in der Hauptstadt, als sich zwei Selbstmord-Attentäterinnen in einem schiitischen Viertel in die Luft sprengten. Die jüngsten Anschläge haben die Angst vor einem Wiederaufflammen der Gewalt geweckt. Die Regierung macht unter anderem die sunnitische Al-Kaida für die Angriffe verantwortlich.
Rückzug der US-Truppen
Das US-irakische Sicherheitsabkommen vom vergangenen November sieht vor, das die US-Streitkräfte sich vor Ende Juni aus den irakischen Städten zurückgezogen haben müssen. Der endgültige Abzug der US-Armee aus dem Zweistromland muss demnach vor Ende 2011 stattfinden.
(apa/red)
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