Piraten schrecken vor nichts mehr zurück: Angriff auf Kreuzfahrtschiff wurde vereitelt
- Seeräuber in Hoheitsgewässern Seychellen gestellt
- Schiff "MS Melody": Auch Österreicher am Bord

Im Zusammenhang mit dem abgewehrten Piraten-Angriff auf ein Kreuzfahrtschiff mit deutschen Urlaubern an Bord hat die spanische Marine neun mutmaßliche Seeräuber festgenommen. Die Fregatte "Numancia" habe ein Boot mit neun Insassen gestoppt, die möglicherweise an dem Angriff auf das italienische Kreuzfahrtschiff "MS Melody" vor der Küste Somalias beteiligt gewesen seien, teilte das spanische Verteidigungsministerium am Montagabend in Madrid mit.
Nach dem von Wachleuten an Bord der "Melody" abgewehrten Angriff verfolgten die "Numancia" sowie ein indisches Kriegsschiff und zwei Aufklärungsflugzeuge der Streitkräfte von Frankreich und den Seychellen die Piraten. Die neun Verdächtigen waren den Angaben zufolge zunächst auf zwei Booten unterwegs. Als sich die Marine-Schiffe näherten gaben sie jedoch ein Boot auf und versuchten zu fliehen. In den Hoheitsgewässern der Seychellen wurden sie schließlich gestellt.
Die "MS Melody" gehört der in Genf ansässigen internationalen Reederei MSC Crociere, die in Deutschland von der Tochterfirma MSC Kreuzfahrten in München vertreten wird. An Bord befanden sich laut Kapitän 536 Besatzungsmitglieder und 991 Passagiere, darunter nach Angaben der "Kronen Zeitung" (Montagsausgabe) auch 23 Passagiere und zahlreiche Crewmitglieder aus Österreich.
(apa/red)
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