"Es braucht Hecht im Karpfenteich Brüssel":
Hans-Peter Martin tritt bei der EU-Wahl an
- ÖVP-Prominenz verweigert Strasser Unterstützung
- Klicken: EU-Wahlbeteiligung vor neuem Rekordtief?
PLUS: Ihre Meinung zu den kommenden EU-Wahlen!

·Andreas Mölzer als Europa-Enthusiast
FP-Spitzenkandidat gibt sich dennoch EU-kritisch
·"Es braucht Hecht im Karpfenteich Brüssel"
HPM tritt bei EU-Wahl an.
Geringe Wahlbeteiligung?
Der parteifreie Europa-Abgeordnete Hans-Peter Martin wird bei der EU-Wahl am 7. Juni erneut mit einer eigenen Liste antreten. "Der Martin geht ran. Ich wage es erneut zu kandidieren. Es muss einen Hecht im Karpfenteich Brüssel geben", sagte Martin bei der Vorstellung seiner vier Personen umfassenden Liste in Vorarlberg. SPÖ und BZÖ präsentierten indes ihre Wahlkampagnen in Wien.
Erklärtes Ziel von Martin ist es, bei der Wahl am 7. Juni wieder drittstärkste Kraft zu werden. Bei der EU-Wahl 2004 hatte Martin rund 14 Prozent der Stimmen erreicht. Wichtigstes Thema ist für den EU-Abgeordneten die Wirtschaftsfrage, auch wolle er sich um den Kampf gegen Bürokratie und Privilegien kümmern. Für den Wahlkampf stehe ihm ein Budget von 500.000 Euro aus eigenem Geld zur Verfügung. Bei der politischen Konkurrenz hat das Antreten Martins die erwartet negativen Reaktionen ausgelöst.
Strassers fehlender Support
Aus eigener Kraft um Stimmen kämpfen muss ÖVP-Spitzenkandidat Strasser. Während der an zweiter Stelle gereihte Othmar Karas alle lebenden ehemaligen ÖVP-Chefs hinter sich hat, gibt es für Strasser kein Unterstützungskomitee. Wie sein Sprecher erklärte, sei das aber "Teil der Strategie".
SPÖ mit "A-Team"
Die SPÖ stellte offiziell die ersten Plakate für die EU-Wahl vor. Die roten Kandidaten präsentieren sich dabei, angelehnt an die US-Actionserie aus den 1980er Jahren, als "A-Team" mit "zwölf Sternen". Spitzenkandidat Swoboda setzt vor allem auf die Sicherung von Arbeitsplätzen mit besonderem Schwerpunkt auf der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.
"Volksanwalt in Brüssel"
Auch das BZÖ präsentierte seine Wahlkampagne. Im Mittelpunkt steht der orange Spitzenkandidat Ewald Stadler, der als "Volksanwalt in Brüssel" in Szene gesetzt wird. Stadler selbst will sich im Wahlkampf bürgernah geben. Die Tierrechtspartei, der noch etwa die Hälfte der 2.600 notwendigen Unterstützungserklärungen fehlt, versucht unterdessen mit prominenter Unterstützung eine Kandidatur zu ermöglichen.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Familiendrama in St. Pölten11:38
Gedenkfeier in SchuleLehrer und Schüler nehmen Abschied von getötetem Buben - Kinder psychologisch betreut
