Fuhrmann sagt zum Abschied leise Servus: JVP-Führungswechsel unter Dach und Fach
- 27-Jährige war seit 2001 Obfrau des VP-Nachwuchses
- Übergibt ihr Amt an 22-jährigen Sebastian Kurz

Es ist wohl Zeit weiterzuziehen. Denn mit 27 Jahren geht man nur mehr mit festem Augenzwinkern als jugendlich durch. Ein Gedanke der wohl auch Silvia Fuhrmann die letzten Tage durch den Kopf gegangen ist. Sie übergibt die Führung der JVP an den um fünf Jahre jüngeren Parteikollegen Sebastian Kurz.
Der Führungswechsel in der Jungen ÖVP ist laut Bundesobfrau Fuhrmann ein "persönlicher Entschluss". Parteiinternen Druck habe es keinen gegeben, sagte sie. Nach acht Jahren übergibt sie das Amt im Juni an den 22-jährigen Sebastian Kurz. Kurz, derzeit JVP-Chef in Wien, will sich vor allem auf die Bereiche Arbeitsmarkt, Ausbildung und Integration konzentrieren.
"Anwältin der Jungen"
Sie habe sich "immer als Anwältin der Jungen gesehen", auch weiterhin werde sie Jugendsprecherin bleiben. In ihrer Funktion als Bundesobfrau der JVP könne sie "zufrieden Bilanz legen", erklärte Fuhrmann. So schreibt sie sich beispielsweise die Abschaffung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre oder die Verkürzung des Präsenzdienstes auf sechs Monate auf die Fahnen.
Neue Schwerpunkte
Kurz will sich in nächster Zeit vor allem um die Bereiche Arbeitsmarkt, Ausbildung und Integration kümmern. So fordert Kurz etwa Mindestlöhne und soziale Absicherung für Berufspraktika sowie die Anrechnung von geringfügiger Beschäftigung für die Pension. Ein Nationalratsmandat bei der nächsten Wahl strebt der Wiener Jus-Student "natürlich" an.
(apa/red)
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