Donnerstag, 30. April 2009

Aus für kilometerlange Staus: Zweite
Tunnelröhre am Katschberg eröffnet

  • Burgstaller: "Verkehrssicherheit wurde erhöht"
  • Projekt nach vier Jahren Bauzeit fertiggestellt

Der in vier Jahren Bauzeit sanierte Katschbergtunnel auf der Tauernautobahn (A10) ist mit einem Festakt in Betrieb genommen worden. Durch das zweiröhrige Tunnelsystem sollen Blockabfertigungen, kilometerlange Staus und stundenlange Wartezeiten nunmehr ein Ende haben. Die Gesamtbaukosten für die zweite Tunnelröhre samt Sanierung der alten belaufen sich laut Asfinag auf rund 334 Mio. Euro. Bei der Eröffnung waren unter anderem Infrastrukturministerin Bures sowie die Landeshauptleute von Salzburg und Kärnten anwesend.

"Der Bau der zweiten Tunnelröhren durch Katschberg und Tauern ist nicht nur ein Meilenstein im Straßenbau Österreichs, sondern er ist auch für den europäischen Nord-Süd-Verkehr von enormer Bedeutung. Die Tauernautobahn bildet zum einen eine Drehscheibe für den Warenaustausch zwischen Nordosten und Südwesten Europas. Wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit," sagte Bures.

Burgstaller: "Verkehrssicherheit erhöht"
Für Salzburgs Landeshauptfrau ist der Vollausbau von großer Bedeutung: "Das Land Salzburg hat von Beginn an klar gestellt, dass die Errichtung der zweiten Tunnelröhren und die erforderlichen umfassenden Umweltschutzmaßnahmen als ein zusammengehörendes Paket zu sehen sind. Damit erhöhen wir die Verkehrssicherheit und auch die heimische Industrie erfährt einen starken Impuls."

Auch Kärnten erwartet sich durch den Vollausbau vor allem wirtschaftliche Impulse: "Der Katschbergtunnel ist eines der wichtigsten Straßenbauprojekte Kärntens. Die zweite Tunnelröhre optimiert eine wichtige Verkehrsverbindung und schafft mehr Sicherheit. Umfassende Lärmschutzmaßnahmen schonen Umwelt und Anrainer", so Dörfler.

Nach dem verheerenden Unfall im Tauerntunnel 1999 hat die Asfinag begonnen, bestehende Tunnelanlagen zu erweitern und technisch nachzurüsten. Mit dem Ausbau wurde insbesondere die Möglichkeit zur Selbstrettung und Hilfeleistung im Anlassfall optimiert.
(apa/red)

30.4.2009 21:32