Mittwoch, 29. April 2009

Sozialminister Hundstorfer im Interview:
"Wir müssen die Verteilungsfrage stellen"

  • "Krisenverursacher dürfen nicht Gewinner werden"
  • NEWS: Steuersystem "löst Ohnmachtsgefühle aus"

Sozialminister Rudolf Hundstorfer hält eine Verteilungsdebatte für notwendig, sagt er im aktuellen NEWS-Interview: "Natürlich müssen wir die Verteilungsfrage stellen. Erstens: Diejenigen, die durch Spekulationen die Krise verursacht haben, dürfen nicht Gewinner der Krise sein. Zweitens: Die durchschnittlichen Arbeitnehmer bezahlen ohnehin schon durch Arbeitslosigkeit, Aussetzungsverträge, Kurzarbeit, Änderungskündigungen und Angst um den Job. Und daher ist zu diskutieren, warum Österreich bei der Vermögensbesteuerung an vorletzter Stelle in Europa liegt. Die Debatte ist zulässig und notwendig."

Das österreichische Steuersystem ermögliche hohe Vermögenstransferierungen durch Verkauf, Schenkung oder Erbschaft, "wo überhaupt nichts passiert, wo der Staat durchwinkt." Das löse bei den Menschen Ohnmachtsgefühle aus. Und daher müsse man über Verteilungsgerechtigkeit reden: "Ob dann eine Wertschöpfungssteuer, eine Vermögenstransaktionssteuer oder eine Vermögenszuwachsteuer herauskommt, das ist jetzt noch sekundär. Den kleinen Pensionisten, der seinem Enkerl 15.000 Euro schenkt, den meinen wir jedenfalls definitiv nicht. Den und das Sparbuch und das Gartenhaus kann man mit einem Freibeitrag einfach schützen."

Dem Sozialminister macht die Polarisierung zwischen geschütztem Bereich und Privatwirtschaft Sorgen. Man müsse "sehr wachsam sein, dass die soziale Balance nicht in Schieflage gerät."

Die soziale Kluft zwischen Beamten und Angestellten arbeitet NEWS 18/09 auf

29.4.2009 12:43
hary1965, 30. 04. '09 12:13
Klassenkampf
Über faire Steuern von Stiftungen kann geredet werden, aber nun wieder der Klassenkampft, Menschen die Vermögen haben, mußten dafür auch arbeiten und haben dafür bereits bis zu 50% Steuern bezahlt, Erbschaften wurden ebenfalls erworben und versteuert, ist es wirklich gerecht dass fleißige Leute doppelt Steuer zahlen um Verschwendung, Asylmissbrauch, Sozialmißbrauch und auch Privilegien, sowie die Unfähigkeit der Politik echte Reformen zu gestalten, wiedermal finanzieren, da kann die Botschaft nur lauten, solche Leute sollen nicht fleißig arbeiten sondern sich in die Sonne legen wie es viele andere tun, dass Leben genießen, damit sie auch zum Klientel von Grünen und SPÖ gehören, denen Unrecht von den bösen Reichen geschieht. Dann hätte keiner etwas, alles wäre gerecht, und unserer Niveau???
antikapitalist, 29. 04. '09 14:46
Herr Hundsdorfer,
das wird sich aber nicht realisieren lassen,wir haben ja die Schweinepest,und das schon Jahrzehntelang,hahaha