Dienstag, 28. April 2009

Hilferuf wegen der schulautonomen Tage:
Schmied sucht bei Partnern um Lösungen an

  • Brief an Eltern-, Lehrer- & Schülervertreter geschickt
  • Keine Einigung zwischen Regierungsparteien erzielt

Unterrichtsministerin Schmied sucht nach der Kritik an der Abschaffung der schulautonomen Tage Hilfe bei den Schulpartnern. Nachdem im Ministerrat nochmals über die Causa gesprochen wurde und keine Einigung zwischen den Regierungsparteien erzielt werden konnte, ersucht sie nun in einem Brief an Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter um einen akkordierten Vorschlag für diese Tage.

Im Zuge des Streits um die Lehrer-Arbeitszeit hat die Lehrer-Gewerkschaft angeboten, die vier (Volks- und Hauptschule) bzw. fünf (höhere Schulen) schulautonomen Tage, die schon bisher von den Lehrern zur Fortbildung genutzt werden sollten, in Unterrichtszeit umzuwandeln. Schmied nahm dieses Angebot an, die Lösung wurde allerdings von Eltern und Schülern sowie von der Tourismuswirtschaft kritisiert.

Als Kompromiss wurden zwei dieser Tage als "freiwillige Fördertage" an den Freitagen nach den Feiertagen Christi Himmelfahrt und Fronleichnam fixiert, gelten sollte das alles ab dem Schuljahr 2010/11. Vergangenen Freitag demonstrierten österreichweit 60.000 Schüler gegen diese Maßnahme.

Schmied will Partner einbinden
Schmied räumt in dem Brief nun ein, dass "dieser Beschluss und auch Alternativ-Varianten meines Ressorts bei Teilen der Schulpartner und innerhalb der Kurien für Kritik gesorgt haben". Es sei ihr "Bestreben, die Schulpartner bestmöglich in die Entscheidung für die Verwendung der abgeschafften schulautonomen Tage einzubinden".

Unabhängig von der ab 2010/11 geltenden Neuregelung der schulautonomen Tage wurden nun die zentral vorgegebenen "schulautonomen" Tage für das nächste Schuljahr von den Landesschulräten fixiert: Die meisten Bundesländer haben sich für die Freitage nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam entschieden: in Burgenland, Kärnten, Steiermark, Tirol und Wien ist am 14. Mai und 4. Juni 2010 schulfrei.

(apa/red)

28.4.2009 19:00
amrande, 28. 04. '09 17:52
schulautonome Tage
Im Grunde wollen sie alle behalten, Lehrer, Schüler und Eltern, weil sie sinnvoll sind! Zwickeltage sind pädagogisch nicht sinnvoll und Notenkonferenzen in großen Schulen nach dem normalen Unterricht kaum durchführbar. Dazu braucht es mit Sicherheit einen Tag, früher der Direktorstag, der intensiv der Schulentwicklung gewidmet ist.
Trotzdem wollen Eltern und auch ein großer Teil der Lehrer mehr produktiven Unterricht.
Also, warum nicht im Herbst eine Woche früher mit Projekten oder geballter Wiederholung in Problemfächern starten. Daneben könnten alle administrativen Arbeiten erledigt werden und am bisherigen Schulbeginn könnte man mit Unterricht starten.
abraxa, 28. 04. '09 18:24
Re: schulautonome Tage
Das klingt gut, ist aber organisatorisch fast nicht durchführbar, da ja vor Schulbeginn meist noch nicht bekannt ist, welche Lehrer an der Schule unterrichten werden. Also kann die Lehrfächerverteilung erst gemacht werden, wenn alle Klassen zustande kommen und man weiß wie viele Lehrer unterrichten. Fällt nur ein Lehrer aus oder wird gegen einen Lehrer mit anderen Fächern getauscht, muss alles wieder neu gemacht werden. Es hat also keinen Sinn sich vorzubereiten, wenn man noch nicht weiß, ob man die Klasse überhaupt unterrichten wird.
clsc, 28. 04. '09 15:25
was wollen sie eigentlich?
zuerst sollten die lehrer mehr für ihre schüler da sein. gut! es sollten 2 stunden in der woche sein, ohne lohnausgleich, nur verschoben von der vor- und nachbéreitung in die klasse bzw besser gesagt zur nachmittagsbetreuung. jetzt haben die lehrer zugesagt 4 bzw 5 tage mehr für die schüler dazusein - ohne lohnausgleich. sollte man meinen eltern, schüler und v a die meisten shlauen journalisten wären jetzt zufrieden. weit gefehlt! streiktag, streiktag, streiktag schrien die Ö3-ler zur unterstützung der schülerdemo. eltern, schüler und die tourismusbranche wollen auf urlaub und einnahmen nicht verzichten. so weit geht der bildungshunger auch wieder nicht. lehrer sollen gefälligst dann arbeiten, wenn die eltern es nicht stört- am besten in der nacht aber v a in der schule, auch ohne schüler.