Fungieren Pfarrer bald als Briefträger?
Kirchen wollen Post unter die Arme greifen
- Himmlischer Beistand gegen das Sterben der Dörfer
- Pfarren könnten in Zukunft als Partner einsteigen

·Fungieren Pfarrer bald als Briefträger?
Kirchen bieten an, Post unter die Arme zu greifen
·Trotz Schließungen: Post erarbeitet Plus
Positive Bilanz 2008 bei Ergebnis und Umsatz
Die Österreichische Post bekommt Unterstützung von ungewöhnlicher Seite. Wie die Diözese Graz-Seckau bekannt gab, könnten Pfarren dort als Postpartner einspringen, wo es sonst keine Lösung für die Aufrechterhaltung der geschäftlichen und kommunikativen Leistungen gebe. Die Überlegungen erfolgten in Abstimmung mit Diözesanbischof Kapellari.
Wer die Postaufgaben genau übernimmt, muss man sich in der jeweiligen Pfarre einzeln anschauen: Zum Teil kämen "Hauptamtliche" infrage. In vielen Pfarren, die keinen eigenen Priester haben, komme zwei-, drei- oder viermal in der Woche die Pastoralassistentin oder der Priester selbst und halte Amtsstunden ab, so der Sprecher der Diözese Graz-Seckau, Georg Plank. In vielen Pfarren gebe es "ganz tolle Ehrenamtliche", die für so eine Aufgabe geeignet sein könnten.
Allein die Diskussion darüber hätte jedenfalls bereits großes Interesse losgetreten. Ob dies auch bundesweit so ist, war kurzfristig von der Erzdiözese Wien nicht zu erfahren. "Fest steht, dass es durch die aktuelle Entwicklung auch Mobilitätsverlierer gibt, die mit dem Verschwinden lokaler Infrastruktur selbstverständliche soziale Kontakte verlieren würden", so Plank.
In der Wiener Erzdiözese heißt es, die Überlegungen zu einer Postpartnerschaft würden noch in den Kinderschuhen stecken. Letztlich sei die Übernahme einer Partnerschaft die Entscheidung der einzelnen Diözesen. In Österreich gibt es etwas mehr als 3.000 Pfarrgemeinden.
(apa/red)

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