Freitag, 17. April 2009

Chihuahua, alias "Spielzeugzucht": Wahr-
zeichen des Wohlstandes der Oberklasse

  • Ursprünglich stammt der Chihuahua aus Mexiko
  • Charmebolzen hat Arbeitsaufgabe als Schoßhund

Auch genannt „Spielzeugzucht“, waren die Miniaturvierbeiner das Wahrzeichen des Wohlstandes in der Oberklasse. Die kleinen Hunde waren beliebte Begleiter von aztekischen Prinzessinnen und galten als Führer toter Seelen. Sie wurden in religiöse Zeremonien integriert und sogar bei Beerdigungen geopfert. Bei den Indianern standen sie sogar auf dem Speiseplan.

Ursprünglich stammt der Chihuahua aus Mexiko, wo man Bildnisse von ihnen auf Steinbildern der Tolteken und Azteken fand.

Arbeitsweise
Der süße Charmebolzen hat keine Arbeitsaufgabe wie etwa Jagd- oder Herdenschutzhund, vielmehr sieht man ihn heute als Schoßhund.

Aussehen
Kleinste Hunderasse der Welt, überproportional große Augen (Kindchenschema), große Ohren und kurze Schnauze.

Gesundheit
Die Zwergzucht ist vorbelastet und neigt zu Knochenbrüchen, Kieferfehlstellungen, Augenproblemen, Herzproblemen, Zahnproblemen sowie Beschwerden mit den Knien. Bei der Wahl eines Züchters sollte man sich daher vorher gut informiert haben.

Die Welpen sind bei der Geburt unverhältnismäßig groß, was zu Problemen für die Hundemutter bei der Entbindung führen kann. Die Zwerge sind mutig und überschätzten sich gerne mal.

Besonderheiten
Chihuahuas sind die einzigen Hunde, die wie Menschen mit einem offenen Schädel geboren werden. Die offene Fontanelle im Schädeldach heißt „Molera“. Im Idealfall sollte diese in den ersten Lebenswochen zusammenwachsen. Darauf sollte man unbedingt achten, denn die ungeschützte Gehirnstelle ist ein großes Risiko für den Hund. Ein Schlag auf diese Stelle kann tödliche Folgen haben.

Isabel Finsterwalder

17.4.2009 18:05