Mittwoch, 15. April 2009

"Karl-Heinz Grasser hat nie interveniert": Strafanzeige für seinen Anwalt "lächerlich"

  • Rechtsvertreter verweist auf Gründung der FMA

Der Anwalt von Karl-Heinz Grasser, Manfred Ainedter, findet die laut NEWS diese Woche gegen seinen Mandanten eingebrachte Strafanzeige in der Causa Meinl "lächerlich". Grasser habe "nie interveniert - auch nicht über Mittelsmänner", sagte Ainedter zur APA. Schließlich habe Grasser im Jahr 2002 die Finanzmarktaufsicht (FMA), eine unabhängige und weisungsfreie Behörde, gegründet, argumentierte der Advokat.

Möglicherweise sei die anonym eingebrachte Strafanzeige politisch motiviert. Von einem Insider, wie NEWS vermutete, komme sie "sicher nicht, weil sie so falsch ist", so Ainedter.

Zu der laut dem Magazin in der Anzeige erwähnten Einladung zu einem Vortrag der Constantia Privatbank nach St. Moritz im Jahr 2006 meinte der Rechtsvertreter: "Er hat so wie andere auch einen Vortrag gehalten." Bekommen habe Grasser dafür nichts, er habe sich sogar die Spesen selbst bezahlt.

Berühmter "Jachtausflug"
Der berühmte "Jachtausflug" im Jahr 2005 kann aus Ainedters Sicht "niemals den Tatbestand einer Steuerhinterziehung erfüllen". Dem Anwalt stößt außerdem auf, dass die Anzeige offenbar noch nicht der Staatsanwaltschaft vorliege, NEWS aber schon.

Die Entscheidungen zum angekündigten Ausstieg Grassers aus der Managementgesellschaft der ehemaligen Meinl International Power (MIP, heute Power International) würden in den nächsten ein bis zwei Wochen gefällt, so Ainedter.

(apa/red)

15.4.2009 17:40