Mittwoch, 15. April 2009

So funktioniert's: Ablauf der PISA-Studie von der Schulauswahl bis zu Ergebnissen

  • Eine Studie zieht sich über mehr als zwei Jahre

Die PISA-Studie 2009 zieht sich von der Schülerauswahl, den Tests sowie der Auswertung über mehr als zwei Jahre. Im Zentrum der administrativen Abwicklung stehen dabei das für die Durchführung der PISA-Studie in Österreich verantwortliche Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) in Salzburg, das internationale PISA-Konsortium sowie die Koordinatoren an den einzelnen Schulen.

Erster Schritt für PISA 2009 war die Übermittlung einer Liste mit jenen rund 2.500 österreichischen Schulen, in die auch nur ein Schüler des Altersjahrgangs 1993 geht, an das internationale PISA-Konsortium in Australien. Dieses wählt eine zufällige Stichprobe von acht bis zehn Prozent aus - das waren (inklusive der Schulen für die Stichprobenerweiterungen in Tirol und Vorarlberg) rund 300 Schulen. Die so ermittelten Lehranstalten sowie die zuständigen Schulbehörden wurden von dieser Wahl im ersten Semester informiert.

Nächster Schritt war dann die Bestimmung eines (für diese Tätigkeit entlohnten) Koordinators an jeder Schule. Dieser erstellt eine Liste aller für den Test in Frage kommender Schüler des Jahrgangs 1993 an der betreffenden Lehranstalt. Aus dieser Aufstellung wählt das BIFIE dann höchstens 35 Jugendliche pro Schule aus und übermittelt Info-Broschüren an die Schule.

Test dauert zwei Stunden
Etwa einen Monat vor dem Test wird vom Schulkoordinator und einem externen Testleiter der genaue Termin festgelegt. Am Tag X kontrolliert der externe Leiter die Anwesenheit und teilt die von ihm mitgebrachten Unterlagen aus. Der Test selbst dauert zwei Stunden, für das Ausfüllen eines Schülerfragebogens werden noch einmal 45 Minuten veranschlagt. Wenn mehr als fünf ausgewählte Schüler am Testtag fehlen, holen sie "ihre" Tests einige Tage später nach.

Der Testleiter hat die relevanten Testvorgänge und Ereignisse zu protokollieren und sämtliche Materialien wieder mitzunehmen. Zur Qualitätssicherung besuchen OECD-Experten in jedem Land ca. zehn Schulen während der Durchführung des Tests und kontrollieren den Ablauf.

Die Daten werden vom internationalen PISA-Konsortium gesammelt und ausgewertet sowie anschließend den nationalen Koordinatoren übermittelt. Die Publikation der Ergebnisse erfolgt im Dezember 2010.

(apa)

15.4.2009 08:06