PISA-Boykott oder nicht PISA-Boykott?
Laut Schülerunion herrscht rege Beteiligung
- Unterrichtsministerium hingegen sieht keine Probleme
- Lehrer können nicht mit Streik-Unterstützung rechnen
PLUS: Was sagen Sie zum Vorgehen der Pädagogen?

·Keine Annäherung bei Schmied & Lehrern
Nächste Gesprächsrunde für Montag angesetzt
·PISA-Boykott oder nicht PISA-Boykott?
Nur Schülerunion spricht von großer Beteiligung
·PISA 2009: Heuer geht's ums Lesen
13 verschiedene Test- heftformen gebildet
·So funktioniert's: Ablauf der PISA-Tests
Von Auswahl der Schule bis zu den Ergebnissen
·Nun ist es fix: Lehrer streiken am 23. April
Verhandlungen sollen dennoch weitergehen
Während das Unterrichtsministerium und Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) von keinen Problemen am ersten Test-Tag für die PISA-Studie berichtet haben, ist nach Ansicht der ÖVP-nahen Schülerorganisation "Schülerunion" der von ihr ausgerufene Boykott des Tests "erfolgreich angelaufen". "In den Schulen wurde der Test von bis zu 80 Prozent der Teilnehmer boykottiert.
"Die Berufsschule Wels 3 hat sogar bereits die Abhaltung an sich verweigert", so Matthias Hansy, Bundesobmann der Schülerunion, am Donnerstag. Dass BIFIE-Direktor Günter Haider den ersten Test-Tag als "erfolgreich durchgeführt" bezeichnet habe, ist für Hansy "reine Propaganda". Haider habe als Leiter des BIFIE massives Interesse an der PISA-Durchführung, "da sein Job von der Durchführung dieses Tests abhängt". Bundesschulsprecher Nico Marchetti (Schülerunion) betonte, dass die Idee zum Boykott der PISA-Tests aufgrund von vielen Anregungen von Schülervertretern entstanden sei. Unterrichtsministerin Schmied habe es hier "mit einem Flächenbrand von Protesten zu tun".
Folgende Schulen haben boykottiert
Laut Schülerunion haben bisher folgende Schulen den PISA-Test boykottiert (Stand: Donnerstag Vormittag): BG Laa an der Thaya: Mehrheitlich verweigert; HAK Telfs: Mehrheitlich verweigert; BG Waidhofen an der Thaya: Mehrheitlich verweigert; HBLA St. Johann: 100 Prozent verweigert; BS Kremsmünster: 100 Prozent verweigert; BS Pinkafeld: 100 Prozent verweigert; BG Steyr: 100 Prozent verweigert.
Die Lehrer können indes bei ihrer Demonstration am kommenden Donnerstag vorerst nicht mit der Unterstützung anderer Gewerkschaften rechnen. Sowohl Justiz als auch Exekutive wollen erst einmal die Budget-Rede am 21. April abwarten, hieß es von beiden Seiten.
(apa/red)
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