Donnerstag, 16. April 2009

PISA-Boykott oder nicht PISA-Boykott?
Laut Schülerunion herrscht rege Beteiligung

  • Unterrichtsministerium hingegen sieht keine Probleme
  • Lehrer können nicht mit Streik-Unterstützung rechnen
    PLUS: Was sagen Sie zum Vorgehen der Pädagogen?

Während das Unterrichtsministerium und Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) von keinen Problemen am ersten Test-Tag für die PISA-Studie berichtet haben, ist nach Ansicht der ÖVP-nahen Schülerorganisation "Schülerunion" der von ihr ausgerufene Boykott des Tests "erfolgreich angelaufen". "In den Schulen wurde der Test von bis zu 80 Prozent der Teilnehmer boykottiert.

"Die Berufsschule Wels 3 hat sogar bereits die Abhaltung an sich verweigert", so Matthias Hansy, Bundesobmann der Schülerunion, am Donnerstag. Dass BIFIE-Direktor Günter Haider den ersten Test-Tag als "erfolgreich durchgeführt" bezeichnet habe, ist für Hansy "reine Propaganda". Haider habe als Leiter des BIFIE massives Interesse an der PISA-Durchführung, "da sein Job von der Durchführung dieses Tests abhängt". Bundesschulsprecher Nico Marchetti (Schülerunion) betonte, dass die Idee zum Boykott der PISA-Tests aufgrund von vielen Anregungen von Schülervertretern entstanden sei. Unterrichtsministerin Schmied habe es hier "mit einem Flächenbrand von Protesten zu tun".

Folgende Schulen haben boykottiert
Laut Schülerunion haben bisher folgende Schulen den PISA-Test boykottiert (Stand: Donnerstag Vormittag): BG Laa an der Thaya: Mehrheitlich verweigert; HAK Telfs: Mehrheitlich verweigert; BG Waidhofen an der Thaya: Mehrheitlich verweigert; HBLA St. Johann: 100 Prozent verweigert; BS Kremsmünster: 100 Prozent verweigert; BS Pinkafeld: 100 Prozent verweigert; BG Steyr: 100 Prozent verweigert.

Die Lehrer können indes bei ihrer Demonstration am kommenden Donnerstag vorerst nicht mit der Unterstützung anderer Gewerkschaften rechnen. Sowohl Justiz als auch Exekutive wollen erst einmal die Budget-Rede am 21. April abwarten, hieß es von beiden Seiten.

(apa/red)

16.4.2009 15:41
niederösterreich, 16. 04. '09 15:14
Wertigkeiten in Österreich
Mit Entsetzen stelle ich immer wieder fest, daß Österreich ein Land ist, in dem Grundwerte wie Bildung, Gesundheit und Sicherheit uninteressant sind und den Politikern im wahrsten Sinne des Wortes NICHTS WERT sind. Schade! Mir tut die nächste Generation im Herzen leid, und Österreich...müssen denn unsere Politiker niemals bei Wahlen die Rechnung für ihre unbedachten Aktionen bezahlen?????...
oberesterreicher, 16. 04. '09 14:44
Heilige Kuh " Lehrkörper "
frau minister bleiben se hart, wenn sie auch nicht ausreichend unterstützt werden vom bundeskanzler und bundespräsident. in diesem falle können sie sicher auf unterstützung von schülern und eltern rechnen was bei nächster wahl nicht in vergesenheit gerät mit sogenannten denkzettel, der sich gewaschen haben wird !!!
noire, 16. 04. '09 15:22
Re: Heilige Kuh
Es ist erschreckend, wie viel Macht die Lehrer besitzen.
Sie sollten ihre Energie in die Bildung der Kinder investieren immerhin ist das die Generation von Morgen und auch für die Pensionen der Allmächtigen zuständig
Ich denke auch ,dass sich die Frau Minister nicht in die "Knie" zwingen lassen sollte.Falls es den Eindruck erweckt ,ich sei ein "Lehrerhasser"ist das weit gefehlt.
Wir müssen alle ,in Zeiten wie diesen, den Gürtel enger schnallen und oft um weniger arbeiten zu schlimmeren Bedingungen
clsc, 17. 04. '09 17:18
Re: Heilige Kuh
liebe arbeitgeber bitte nehmt die vorgangsweise der frau minister und des herrn stronach als vorbild. was man den lehrern zumuten kann,weil es ja sicher den einen oder anderen faulen lehrer gibt, gilt dann auch für alle. ich bin auch der meinung, dass es in allen berufsgruppen faule arbeitnehmer gibt und daher ist es nur recht und billig,dass alle arbeitgeber, wie die frau minister oder zuletzt der herr stronach, für die geleistete arbeit weniger bezahlt.