"Haben Schlimmstes vielleicht hinter uns":
Dienstleister in Euro-Zone stark gebeutelt
- Stärkster Quartalseinbruch seit mindestens 11 Jahren
- Markt dürfte sich nun aber wieder stabilisiert haben

·Optimismus ist eine
klare Stärke der KMU
70 % der Betriebe sind
laut Leitl zuversichtlich
·KMU stemmen sich gegen die Krise
Traditionelle Lösungen
für Auswege sind üblich
·'Haben vielleicht das
Schlimmste hinter uns'
Dienstleister in Euro-Zone
zuletzt stark gebeutelt
·Österreichs Exporte
brechen massiv ein
Ausfuhren sanken im
Jänner um 25,2 Prozent
·Arbeitslosigkeit im März 29% gestiegen
271.127 Menschen sind derzeit auf der Jobsuche
Die Dienstleister in der Euro-Zone haben trotz einer leichten Erholung im März den stärksten Quartalseinbruch seit mindestens elf Jahren erlebt. Der Auftragseingang brach erneut ein, wenngleich nicht mehr ganz so stark wie im Februar, wie aus dem Markit-Einkaufsmanagerindex hervorgeht. Allerdings wurden bereits den neunten Monat in Folge Stellen abgebaut.
Die Daten signalisierten ein noch stärkeres Schrumpfen des Dienstleistungssektors im ersten Quartal als im Schlussquartal 2008, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson zu der Umfrage unter etwa 3.000 Managern. "Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass wir das Schlimmste hinter uns haben."
Das Barometer stieg im März auf 40,9 Zähler von 39,2 Punkten im Februar, als es ein Rekordtief markiert hatte. Der Anstieg ist damit stärker als in einer ersten Schätzung mit 40,1 Punkten angenommen wurde. Der Abschwung verlor dabei in allen vier großen Volkswirtschaften der Euro-Zone an Schärfe. Am stärksten war die Erholung in Spanien.
Auftragseingang stabilisiert
Der Auftragseingang ging weniger stark zurück als im Februar, deutet aber weiterhin auf eine außerordentlich schwache Nachfrage nach Dienstleistungen hin. Wegen der Nachfrageschwäche, die inzwischen bereits seit zehn Monaten anhält, leeren sich die Auftragsbücher kräftig. Allerdings fiel das Minus geringer aus, nachdem in den vier Monaten zuvor noch jeweils ein Rekordrückgang verzeichnet wurde.
Optimismus im Vormarsch
Ihre Aussichten für die kommenden zwölf Monate beurteilten die Firmen so optimistisch wie seit September nicht mehr. Der Indikator stieg auf 48,6 Punkte von 46,1 Zählern im Vormonat und damit deutlich stärker als in einer ersten Schätzung vermutet. Die größten Pessimisten sind dabei jedoch die Firmen in Deutschland.
Der Markit-Composite-Index, der Dienstleister und Industrie zusammenfasst, stieg auf 38,3 Punkte von 36,2 Zählern im Februar und damit stärker als zunächst angenommen. Das Plus war so groß wie seit Oktober 2003 nicht mehr, erklärten die Markit-Experten. Allerdings erreichte das Barometer damit gerade einmal das Niveau vom Jänner. "Jede Erholung beginnt von einer sehr niedrigen Basis aus", sagte Williamson.
(apa/red)
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