Wüstenrot nimmt doch keine Staatshilfe: Offenbar ist genug Kapitalreserve vorhanden
- Geschäftsjahr trotz Abwertungen mit Mini-Gewinn
- Bankinstitut sei eines von zwei 'Finanzkonglomeraten'
·Dramatischer Job-
Abbau bei den Banken
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·Rezept gegen Krise:
Mehr Einfluss für Staat
Hannes Androsch spricht von 'dogmatischer Einfalt'

Entgegen ursprünglicher Ankündigungen wird die Bausparkasse Wüstenrot doch keine Staatshilfe in Anspruch nehmen. Die Bank habe ausreichend Eigenkapital, wie Konzernchefin Riess-Passer mitteilte. Die Bausparkasse habe in den vergangenen Jahren reichlich Kapital aufgebaut, was früher zu Debatten geführt habe, ob es nicht "ein bissl zu viel" war, so die Generaldirektorin.
Die Finanzierungsnachfrage sei gut. Freilich sei zuletzt das Eigenkapital "geschmälert" worden. Man habe aber genug Mittel, um die Probleme allein bewältigen zu können.
Abwertungen
2008 habe es Abwertungen gegeben, bestätigte Riess-Passer. Dennoch habe die Bausparkassen-Bilanz 2008 mit einem kleinen positiven Ergebnis im einstelligen Bereich abgeschlossen.
Wüstenrot war in den vergangenen Monaten immer als ein Kandidat für eine mögliche staatliche PS-Zufuhr gehandelt worden. Im Dezember hat sich der Vorstand auch eine Rahmenermächtigung für eine Partizipationskapitalemission geben lassen und sich eine Entscheidung über einen Abruf offen gelassen.
"Finanzkonglomeraten"
Wüstenrot sei eines von zwei verbliebenen "Finanzkonglomeraten" in Österreich, sagte Riess-Passer, und dem entspreche man mit der neuen Führungsstruktur. Den mit 20. April eintretenden neuen Finanzvorstand Andreas Grünbichler (er wird CFO für Bausparkasse und Versicherung) bezeichnete sie als "Super-Jackpot". Es gebe nicht sehr viele Leute, die im Bank- und Versicherungsgeschäft gleichermaßen beschlagen seien.
(apa/red)
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