Dienstag, 31. März 2009

Österreicher flüchten zu den Sparbüchern:
Spareinlagen legten 2008 um 10 Mrd. € zu

  • "Konservative Wertanlagen" boomen bei Haushalten
  • Nur Einlagen der Bausparkassen waren rückläufig

Die Finanzkrise hat die Österreicher noch vorsichtiger werden lassen, was ihr Erspartes betrifft. 2008 landete wieder deutlich mehr Geld auf Sparbüchern. Der Spareinlagenstand der Haushalte legte im abgelaufenen Jahr um fast 10 Mrd. Euro zu - einen Boom gab es vor allem in den letzten Monaten 2008. Leicht rückläufig war nur das Einlagengeschäft der Bausparkassen.

Wie weit Abschichtungen von Wertpapierfonds und die Staatsgarantie für Spareinlagen für den Zuwachs verantwortlich waren, ist den neuen Statistiken der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) nicht zu entnehmen. Die kapitalisierten Zinsen machten im Vergleich zum Vorjahr keinen großen Unterschied. Private Haushalte suchten am Ende des Jahres "vermehrt konservative Veranlagungen", teilte die OeNB mit.

Die Gesamteinlagen bei allen in Österreich meldepflichtigen Kreditinstituten nahmen gegenüber dem Jahresende 2007 deutlich um 6,8 Prozent oder 17,54 Mrd. Euro auf 275,74 Mrd. Euro zu. Die gesamte Summe verteilte sich zu 56,3 Prozent auf Spareinlagen (155,38 Mrd. Euro), zu 27,4 Prozent auf Sichteinlagen (75,50 Mrd. Euro) und zu 16,3 Prozent auf Termineinlagen (44,86 Mrd. Euro).

Im Jahresabstand nahmen die gesamten Spareinlagen um 9,26 Mrd. Euro zu, die Sichteinlagen um 4,10 Mrd. Euro. Dafür war zu einem guten Teil das vierten Quartal verantwortlich: Im letzten Quartal 2008 stiegen die Sichteinlagen um 4,29 Mrd. Euro und die Spareinlagen um 7,26 Mrd. Euro.
(apa/red)

31.3.2009 14:41