"Tiefste Rezession zu unseren Lebzeiten":
OECD revidiert Prognose deutlich nach unten
- BIP soll 2009 in Eurozone um 4,1 Prozent schrumpfen
- Welthandel droht ein noch dramatischerer Einbruch

·Finanzmarkt: Reichen
Regulierungen nicht?
Superfunds Markus Weigl
im Interview mit NEWS.at
·In Spanien sinken
neuerdings die Preise
Deflation hat iberisches
Land bereits erfasst
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wirtschaftsprognosen deutlich nach unten revidiert. Sie geht von einem Einbruch des weltweiten BIP von minus 2,75 Prozent aus. Demnach wird der Welthandel 2009 13,2 Prozent einbrechen und sich 2010 wieder leicht erholen (plus 1,5 Prozent).
Wie die Organisation mit Sitz in Paris am Dienstag prognostizierte, schrumpft 2009 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im OECD-Raum, dem auch Österreich angehört, um 4,3 Prozent und in der Eurozone um 4,1 Prozent. Im November prognostizierte die OECD noch einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,4 Prozent.
Auch für 2010 geht die OECD von einem leichten Negativ-Wachstum von 0,1 Prozent aus. Im November erwartete die Organisation noch ein Wachstum von 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenrate wird nach Ansicht der OECD heuer auf 8,4 Prozent im OECD-Raum steigen, in der Eurozone auf 10,1 Prozent. 2010 wird ein weiterer Anstieg auf 9,9 Prozent in den OECD-Ländern und auf 11,7 Prozent in der Eurozone erwartet.
"Die Weltwirtschaft befindet sich inmitten der tiefgreifendsten Rezession, die wir zu unseren Lebzeiten je gesehen haben und die überdies in einzigartiger Weise synchron verläuft - eine Rezession, die durch eine globale Finanzkrise ausgelöst und durch das Zusammenbrechen des Welthandels verschärft wurde", schreibt die OECD in ihrem Zwischenbericht.
(apa/red)
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