Dienstag, 31. März 2009

KAC hat wieder alle Trümpfe in der Hand: Salzburg im fünften Finalspiel gefordert

  • Latusa: "Müssen uns selber an der Nase nehmen"
  • Kärntner Defensive bei Sieg in Salzburg entscheidend

Rekordmeister KAC hat nach dem klaren 4:1-Auswärtssieg in Salzburg wieder alle Trümpfe in der Hand. Die Klagenfurter empfangen heute (19.15 Uhr LIVE auf NEWS.at) im fünften Spiel der "best of seven"-Finalserie den Titelverteidiger und wollen den Heimvorteil zum 3:2 nutzen.

Auch ohne die verletzten Christoph Brandner und Jeff Shantz meldete sich der KAC nach den zwei glatten Niederlagen gegen die Red-Bull-Equipe eindrucksvoll zurück und hätte nun in einem eventuellen alles entscheidenden siebenten Finalmatch wieder Heimrecht. "Die Mannschaft hat sich an die Vorgaben von Coach Manny Viveiros gehalten. Wir haben zum ersten Mal das gezeigt, was wir können", lautete das zufriedene Resümee von KAC-Verteidiger Johannes Kirisits.

Schlüssel zum Erfolg war vor allem die stark verbesserte Defensive der Kärntner, die zuletzt sechs bzw. sieben Gegentreffer der Salzburger kassiert hatte. KAC-Goalie Travis Scott, der zuletzt nicht der souveräne Rückhalt war, war mit einer Fangquote von 97 Prozent einer der Matchwinner der Gäste. 29 Schüsse feuerten die Bullen auf das Tor des Kanadiers, nur ein Mal musste er hinter sich greifen. Zum Vergleich: Der KAC schoss dagegen nur 23-mal auf das Tor von Jordan Parise.

"Solide und diszipliniert gespielt"
"Wir haben solide und diszipliniert gespielt, nur wenige Torchancen der Salzburger zugelassen und unsere Chancen genützt. Genauso müssen wir auch in Klagenfurt spielen", forderte Kirisits. Beim Rekordchampion sind Kapitän Brandner und Shantz jedoch weiterhin fraglich.

Die Salzburger haben sich für Spiel fünf natürlich ebenfalls einen Sieg vorgenommen, müssen sie doch noch zumindest einmal im ausverkauften "Hexenkessel" in Klagenfurt triumphieren, um zum dritten Mal en suite Meister zu werden. "Wir haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben nicht unser System umgesetzt, das uns zuletzt den Erfolg brachte. Es war keine gute Leistung von uns", übte sich Salzburg-Spieler Manuel Latusa nach der ersten Heimpleite nach elf Siegen in Selbstkritik.

Der Stürmer wusste aber auch, wo der Hebel anzusetzen ist, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren: "Wir müssen uns selber an der Nase nehmen und wieder voll durchstarten und wieder dort anknüpfen, wie wir zuletzt gespielt haben: Die Kleinigkeiten machen, weniger Strafen nehmen und unser System spielen."

(apa/red)

31.3.2009 07:16