Huhn mit Scharf hält Schweden in Atem:
Glasfunde im Geflügel sorgen für Aufregung
- Hersteller hat bereits 500 Tonnen Fleisch vernichtet
- Medien ziehen auch "Massenpsychose" in Erwägung

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Zahlreiche Funde von Glassplittern in Geflügel aus Supermärkten sorgen in Schweden bei den Verbrauchern für Unruhe. Nun haben sich auch Käufer von Geflügel-Importen aus Deutschland und Dänemark gemeldet, weil sie in dem Fleisch Glas gefunden hatten.
Wie die Stockholmer Zeitung "Dagens Nyheter" berichtet, hatte zuvor der schwedische Hersteller Kronfågel 500 Tonnen Geflügel-Tiefkühlkost vernichtet, nachdem aus insgesamt 13 Orten Berichte über Glassplitter-Funde bekanntgeworden waren. Verletzt wurde niemand. Sprecher des Herstellers, der führenden Supermarktketten sowie auch der Polizei erklärten übereinstimmend, dass sie keine Erklärung für die ungewöhnliche Häufung der Fälle hätten. Sabotage sei als Hintergrund nicht auszuschließen, aber doch sehr unwahrscheinlich, hieß es weiter. Die Produktionsanlagen sollen von Polizeispezialisten genau untersucht werden.
In Medienberichten wurde auch die Möglichkeit einer "Massenpsychose" erwogen. Mehrere Gemeinden haben den Ankauf von Geflügel für Mahlzeiten in Schulen, Heimen und Krankenhäusern bis zur Klärung der Affäre ausgesetzt.
(apa/red)
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