Dienstag, 31. März 2009

Österreicher treten kräftig in die Pedale:
Mit 1,85 Mrd. Kilometer Rekord gebrochen

  • VCÖ: Durch Radfahren 342 Tonnen CO2 eingespart
  • Fahrrad als "Sparschwein" unter Verehrsmitteln

Herr und Frau Österreicher haben im Vorjahr so kräftig wie nie in die Pedale getreten und mit einem 14-prozentigem Plus gegenüber 2007 einen neuen Rekord aufgestellt: 1,85 Milliarden Kilometer für Alltagswege bedeuten eine Einsparung von 148 Mio. Liter Sprit oder 342 Tonnen CO2, so eine Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ). Grund für den Radelboom könnten die hohen Spritpreise sein.

Gegenüber 2005 nahm der Radverkehr im Alltag - etwa zur Arbeit, zum Einkaufen oder ins Kino - sogar um 550 Millionen Kilometer zu, das sind 42 Prozent. "Im Vorjahr haben die hohen Spritpreise viele zum Umstieg auf das Fahrrad motiviert. Heuer ist aufgrund der Wirtschaftskrise damit zu rechnen, dass noch mehr Rad gefahren wird", freute sich Martin Blum vom VCÖ.

Fahrrad als "Sparschwein" unter Verehrsmitteln
Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad verringert die Mobilitätsausgaben deutlich. Im Schnitt sind mit dem Drahtesel zurückgelegte Strecken zweieinhalb Kilometer lang, wobei gerade auf kurzen Strecken der Spritverbrauch von Autos sehr hoch ist. "Das Fahrrad ist unter den Verkehrsmitteln das Sparschwein", so Blum.

Der VCÖ fordert nun, dass die Bedingungen zum Radeln weiter verbessert werden. Radwege entlang von Freilandstraßen würden in ländlichen Regionen den sicheren Umstieg aufs Rad erleichtern. Eine derartige Radwegbauoffensive würde viele Arbeitsplätze schaffen. (apa/red)

31.3.2009 13:14