Solidarität gefordert: Heinz Sichrovsky
kommentiert die Schuldebatte
- PLUS: Schreiben Sie Ihre MEINUNG zu diesem Thema

·KOMMENTAR: Ein Beispiel für viel mehr
Heinz Sichrovsky über den SC Hakoah Wien
·Kultur-Redakteur
Heinz Sichrovsky
Hoffnungen in eine
kompetente Kommission
Das erste lange, vertrauensvolle Gespräch mit meinem Vater habe ich sechs Wochen vor seinem Tod geführt. Es war auch schon das letzte, ehe sein Verdämmern begann. Dass es so spät wurde, hatte einen Grund: Er war nie da. Ich kenne keinen Menschen, der so viel gearbeitet hätte wie er. Mein Vater war Mathematiklehrer an einem Wiener Gymnasium. Stand er nicht in der Klasse, kümmerte er sich um problematische Schüler (allerdings nur um solche, die ihm zu Gesicht standen). War er damit fertig, erstellte er die Stundenpläne, und als diese Aufgabe anlässlich seiner Pensionierung einem Computersystem anvertraut wurde, brach der Betrieb zusammen. Nach einem Schlaganfall arbeitete er weiter wie zuvor, und trotz seiner Abwesenheit konnten wir uns auf ihn verlassen wie auf niemanden sonst. Er war fürsorglich über die Maßen, räumte seinen drei Kindern jedes Hindernis aus dem Weg und erarbeitete uns genug, um Existenzen zu gründen. Weil ich all das bezeugen kann, schäme ich mich für die pauschale Ehrabschneidungskampagne, mit der man seinem Berufsstand seit Wochen begegnet. Geschätzte Leser: Solidarisieren wir uns zum Besten unserer Kinder mit fähigen Lehrern. Sonst haben wir zu verantworten, dass leidenschaftliche Pädagogen, wie mein Vater einer war, den Glauben an die Sinnhaftigkeit ihres Tuns verlieren.
Bilderberg-Treffen07:04
Faymann bei GeheimtreffKanzler nimmt erneut an Konferenz der Welt-Elite aus Finanz und Politik teil
Sexy Kicker09:31
Woki mit deim PopoDen EM-Titel gibt's erst am 1. Juli. Die Wahl des heißesten Stars der EM gibt's schon jetzt
Fürst Albert & Charlene07:05
Ehe unter DruckGanz Monaco wartet auf einen Thronfolger: Ein Paar im Focus der Öffentlichkeit
