Donnerstag, 26. März 2009

Sojus-Kapsel erfolgreich zur ISS gestartet:
"Discovery" bereits auf Rückweg zur Erde

  • Neue Besatzung und US-Millionär unterwegs
  • Pikantes Detail: Urin dient auf ISS als Trinkwasser

Während die Raumfähre "Discovery" wieder auf dem Weg zur Erde ist, hat sich eine "Sojus"-Rakete mit drei Astronauten an Bord auf den Weg zur Internationalen Raumstation (ISS) gemacht. Zwei der Astronauten an Bord der "Sojus" sollen die bisher dreiköpfige Besatzung der ISS verstärken. Pikantes Detail am Rande: Die "Discovery" brachte auch Erstatzteile für eine Hightech-Anlage mit, die Urin und Wasser aus der Atemluft in Trinkwasser umwandeln soll.

Die US-Weltraumfähre "Discovery" hat nach 13 Tagen Aufenthalt auf der Internationalen Weltraumstation ISS die Heimreise angetreten. Die siebenköpfige Shuttle-Besatzung soll am Samstag um 18.43 Uhr MEZ auf der Erde landen.

Millionär mit an Bord
Inzwischen ist die Sojus" planmäßig vom Raumfahrtzentrum Baikonur in den Himmel über der nordkasachischen Steppe gestartet. Mit an Bord zwei Astronauten, die auf der ISS bleiben werden, und der amerikanische Weltraumtourist und Millionär Charles Simonyi. Die Reise ins All war dem Geschäftsmann 35 Millionen Dollar wert.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Start, darunter auch der mit Simonyi befreundete Mitbegründer von Microsoft, Paul Allen. "Es ist fantastisch einen Start zu sehen, aber wenn es ein Freund ist, dann ist es etwas ganz Besonderes", sagte Allen. Simonyi wird nach voraussichtlich 13 Tagen wieder zur Erde zurückkehren.

Die Besatzung der "Discovery" überprüfte unterdessen mit Laserstrahlen die Tragflächen der Raumfähre. Dieser letzte Sicherheitscheck dient der Vorbereitung der Landung. Nach dem Abdocken gelangen ihnen eine Reihe eindrucksvoller Fotos von der Raumstation mit ihren nun vollständig installierten Sonnensegeln.

Mehr Trinkwasser dank Urin
Künftig wird auch mehr Trinkwasser unabhängig von Transportflügen zur Station nötig sein. Deshalb hatte ein Shuttle im November eine hochmoderne Anlage mitgebracht, die Urin und Wasser aus der Atemluft in Trinkwasser umwandeln soll. Nachdem die Einrichtung lange nicht richtig funktionierte, wurden die Probleme mit einer von der "Discovery" mitgebrachten Destillierungszentrifuge gelöst.
(apa/red)

26.3.2009 14:50