Montag, 23. März 2009

Vor zwanzig Jahren sank die Exxon Valdez:
Riesentanker verursachte Ölpest vor Alaska

  • 50.000 Tonnen Öl ausgelaufen - tausende tote Tiere
  • 2.100 Kilometer verseuchte Küste - 507 Mio. Strafe

Exakt vor 20 Jahren, am 24. März 1989, ist vor Alaska der Riesentanker Exxon Valdez gesunken und gilt noch heute als der Inbegriff der Ölpest. Der Tanker war im Prince-William-Sund auf Grund gelaufen und verlor fast 50.000 Tonnen Öl. Seither habe man in der Region immer noch keine geeigneten Vorsichtsmaßnahmen getroffen, kritisiert der Worldwide Fund for Nature (WWF) in einem aktuellen Report.

Die Bilanz der Umweltschützer: 2.100 Kilometer verseuchte Küste, 250.000 tote Seevögel, rund 4.000 verendete Seeotter. Neben geschätzten 300 Robben, starben unter anderem 20 Orka-Wale. Für die Fischindustrie stellte der Unfall ebenfalls ein Horrorszenario dar: Milliarden von Lachs- und Hering-Eiern wurden vernichtet, die lokalen Fischer verloren rund 286,8 Millionen Dollar (221,6 Mio. Euro) durch die Katastrophe. Erst im Juni 2008 fällte das oberste US-Gericht ein Urteil über die Strafe für den Ölkonzern ExxonMobil. Der Supreme Court verringerte die zuvor von einem Bundesgericht auf 2,5 Milliarden Dollar (1,6 Milliarden Euro) festgelegten Strafgelder auf 507 Millionen Dollar (325,6 Millionen Euro).
(apa/red)

23.3.2009 22:08