Was ist denn Mantrailing? "Project Canis" ist Geruchsbild des Menschen auf der Spur
- Mensch dünstet unterschiedliche Arten Schweiß aus
- Zwei bis dreimal die Woche muss trainiert werden
·Project Canis: Was ist denn Mantrailing?
Dem Geruchsbild des Menschen auf der Spur
·Eine Jahrtausende alte Beziehung
Projekt Canis informiert über Mensch und Hund
·Hundespielzeug -
welches macht Sinn?
Projekt Canis: Die besten
Spieltipps für Ihren Bello

Mantrailing ist eine Jahrhunderte alte Methode der Vermisstensuche mit Hunden. Ursprünglich ging es hauptsächlich um entflohene Häftlinge: Mit sogenannten Bloodhounds wurde ihnen nachgestellt. Dann aber ist das Mantrailing in Europa im vergangenen Jahrhundert in Vergessenheit geraten. Aufgrund der überzeugenden Leistungen von Hunden in Amerika aber setzt man nun auch in Europa wieder auf die Ausbildung von Mantrailing - Hunden. Sie werden vorwiegend im Polizeidiensthunde - und Rettungshundebereich eingesetzt.
Jeder Mensch dünstet chemisch unterschiedlich zusammengesetzte Arten von Schweiß aus. So formt sich das individuelle Geruchsbild eines jeden, das so einzigartig ist wie ein Fingerabdruck: Überall, wo wir uns aufhalten, hinterlassen wir Spuren, weil die Duftnote jedes Menschen an der Körperoberfläche haftet, von der ca. 50 Millionen Duftteilchen pro Minute hinunterfallen. Bakterien und Gase, die dabei frei werden, können von unseren Hunde gerochen werden.
Wie funktioniert es?
Soll ein Mantrailing - Hund nun die Geruchsspur eines Menschen aufnehmen, braucht er zunächst zum Einwittern einen Gegenstand, mit dem die gesuchte Person in Berührung gekommen ist: ein Kleidungsstück, einen Schlüssel, ein Handy oder etwa den Stoff eines Autositzes. Setzt man den Hund dann dort an, wo sich die Person zuletzt aufgehalten hat, nimmt er die Spur auf, deren Geruch zu der des Gegenstandes passt und verfolgt sie. Da kein Mensch wie ein anderer riecht, kann der Hund problemlos die Spur auch über Asphalt und Beton und sogar durch eine belebte Fußgängerzone verfolgen. Gut ausgebildete Mantrailing - Hunde können mehrere Wochen alte Spuren mühelos aufnehmen.
Zwei bis dreimal die Woche muss trainiert werden. Und das bei jedem Wetter, denn Regen, Sturm, Schnee und auch die Tageszeit haben Auswirkung auf den Geruch. Nicht nur für Dienst-und Rettungshunde ist Mantrailing eine sinnvolle Beschäftigung. Just for fun" ist Mantrailing als Alternative zum Fährten für Hund wie Hundeführer ein interessanter Zeitvertreib.
Mag. Michaela Marschall
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