AUA nicht sicher bei Lufthansa gelandet:
EU-Auflagen könnten Deal platzen lassen
- Lufthansa-Boss: "Wollen richtige AUA, kein AUAlein"
- Mayrhuber erwartet Fortsetzung der Sanierungspläne
·AUA-Steuerskandal:
Kommt Staatsanwalt?
Leasing über Firma auf der Kanalinsel Guernsey
·AUA: Um 7,1 Prozent
weniger Passagiere
Rückgang bei Charter und
Langstrecke im November

Lufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber droht mit dem Ausstieg aus der AUA-Übernahme. Auf die Frage, ob die Fusion noch scheitern könnte, sagt Mayrhuber in einem im kommenden trend erscheinenden Interview: "Ja, wir wollten in eine richtige AUA investieren und nicht in irgend ein AUAlein. Aber die AUA, die wir übernehmen wollen, wird schon ein Stück kleiner sein, als sich beide Seiten das vorgestellt hatten."
Bis zu dem im Sommer erwarteten Closing des Deals prüft Brüssel die wettbewerbsrechtlichen Konsequenzen und die staatliche Beihilfe zur Übernahme. Mitbewerber wie beispielsweise Fly Niki oder die Ryanair haben dazu umfangreiche Gegen-Stellungnahmen bei der EU-Kommission abgegeben. Experten rechnen damit, dass einzelne Flugrouten in Osteuropa abgegeben werden müssen. Mayrhuber dazu: "Wir sind in unseren Verhandlungen davon ausgegangen, dass es keine Auflagen gibt. Wir sind bereits 1999 mit der AUA ein Joint-Venture eingegangen. Damals mussten wir Slots abgeben. Inzwischen hat der Wettbewerb zugenommen und jetzt sind auf den für die AUA relevant gewordenen Flughäfen im Osten keine Slots mehr limitiert. Wir zahlen das Schnitzel nicht zweimal."
Fortsetzung der Sanierung erwartet
Vom AUA-Management erwartet Mayrhuber eine Fortsetzung des Sanierungskurses. Das Vorstands-Duo Peter Malanik und Andreas Bierwirth hat mit der Umsetzung eines Kostensenkungsprogrammes in der Höhe von 225 Millionen Euro begonnen. Sollte sich das Marktumfeld weiter verschlechtern, fordert der Lufthansa-Boss zusätzliche Sparmaßnahmen. Glückt den beiden AUA-Vorständen die Sanierung, will ihnen Mayrhuber entgegen bisher anders lautenden Meldungen, keinen Lufthansa-Mann zur Seite stellen. Mayrhuber: "Wenn die beiden AUA-Vorstände das in die richtige Richtung drehen, würde ich eher Gründe sehen, sie zu belohnen. Nicht noch jemanden hinzuzusetzen."
Das Interview mit Lufthansa-Boss Mayrhuber können Sie unter trend.at nachlesen!
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