900 Millionen für Straßenbau und Bahn:
Neue Investitionen für Konjunkturbelebung
- 360 Kilometer Streckennetz sollen neu gebaut werden
- Jetzt schon werden bis zu 50 Projekte vorgezogen

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Keine neuen Konjunktur-
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von rund einem Prozent
Als Maßnahme gegen die Wirtschaftskrise stockt die Regierung die Investitionen in Verkehrsprojekte massiv auf. "Wir investieren in die Schiene und die Straße so viel wie in der Zweiten Republik noch nie", sagte Infrastrukturministerin Bures. Inklusive den rund 900 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket werden bis 2014 22,5 Mrd. Euro fließen, um etwa ein Fünftel mehr als in der vergangenen Periode.
Im Schnitt sollen pro Jahr 3,7 Mrd. Euro verbaut werde, 60 Prozent davon für den Bahnausbau und 40 Prozent im Straßennetz. Beim Bahnnetz werde jene Streckenabschnitte angegangen, auf denen noch auf den Schienen aus der Monarchie gefahren wird. In Summe werden rund 360 km neu gebaut, 190 km davon Tunnel - konkret unter dem Brenner, dem Semmering und dem Wienerwald sowie der Koralm. Für den Brenner-Basistunnel, der erstmals eigens ausgewiesen ist, sind bis 2014 Ausgaben von 1,73 Mrd. Euro vorgesehen.
50 neue Projekte
Unter den Streckenprojekten würden alle Projekte in das laufende Jahr vorgezogen, die baureif seien. Bereits im März und April würden 50 neue Projekte gestartet mit einem Volumen von mehr als einer halben Milliarde Euro, darunter etliche Bahnhofssanierungen mit hohem Beschäftigungseffekt und Entschärfungen von gefährlichen Bahnhofskreuzungen.
Bei der Straße gehe es in erster Linie um "Lückenschlüsse", sagte die Infrastrukturministerin, insgesamt sind 320 Autobahn- und Schellstraßen-Kilometer geplant, darunter die Nordautobahn von Wien an die tschechische Grenze. Mit den geplanten Investitionen werde jährlich 50.000 Menschen Arbeit gegeben.
Tatsächlich finanziert werden die Projekte von ÖBB und Asfinag. Das werde deren bereits hohen Schuldenstand weiter hinaufschnellen lassen, räumt Bures ein, sei aber notwendig und besser "als weiter zuzuschauen, dass die Bahn immer weniger attraktiv wird.
(apa/red)
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