Scheichs kaufen sich jetzt bei Daimler ein:
Deutsche Autobau-Kunst in arabischer Hand
- Emirat Abu Dhabi legt zwei Milliarden Euro hin
- Kuwait ist schon seit den 1970er Jahren an Bord

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Der Inbegriff deutscher Autobau-Kunst, Daimler, ist jetzt fest in den Händen von Arabern. Nachdem Kuwait bereits seit den 70er Jahren als Großaktionär an Bord ist, hat nun das benachbarte Abu Dhabi zugeschlagen. Für knapp 2 Mrd. Euro sichert sich das Emirat 9,1 Prozent an Daimler. Kuwait gehören 6,9 Prozent. Die restlichen Aktien sind auf abertausende Besitzer auf der ganzen Welt verstreut.
Der neue arabische Großaktionär von Daimler hat ein Aufstockung seines Anteils an dem Konzern in Zukunft nicht ausgeschlossen. Der Chef der Investmentgesellschaft Aabar, Khadem Al Qubaisi, erklärte am Montag in Stuttgart, auch eine Erhöhung des Anteils müsse später noch untersucht werden. Zurzeit sei man aber mit 9,1 Prozent zufrieden. Einen Sitz im Daimler Aufsichtsrat strebe er vorerst nicht an. "Vielleicht später einmal". Qubaisi sagte, man sehe das Investment langfristig. Man vertraue auf die Unternehmensführung.
Erhöhung des Grundkapitals
Für den Einstieg der Investmentgesellschaft erhöht Daimler das Grundkapital um 10 Prozent, die neu ausgegebenen Aktien gehen zum Preis von 20,27 Euro an Aabar. Damit fließen dem deutschen Unternehmen 1,95 Mrd. Euro an neuem Eigenkapital zu.
Qubaisi sagte weiter: "Die Autoindustrie beeindruckt mich sehr." Der Chef der Investmentgesellschaft sagte dem Autobauer Hilfe zu, falls er auf Einkauftour gehen wolle. Daimler-Vorstandschef Dieter wertete den Einstieg als "Zeichen der Stärke" mit dem man die Zukunft gestalten könne.
Das Emirat Abu Dhabi hat das für den Einstieg beim Autokonzern Daimler nötige Geld bereitgestellt. Der staatliche Fonds IPIC schoss umgerechnet rund 1 Mrd. Euro in die Investmentgesellschaft Aabar, über die das Emirat sich bei den Schwaben eingekauft hat. Das teilte Aabar am Montag in Abu Dhabi mit. Die Araber sind bei Daimler nun zum größten Anteilseigner aufgestiegen.
(apa/red)
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