Der 'Motivator' Hans Krankl ist wieder
da: Will LASK-Spieler vor allem "aufbauen"
- "Die Mannschaft hat kein Selbstvertrauen mehr"
- Verein setzt große Hoffnungen in den "Goaleador"

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Arbeitsplätze im Fußball sind nicht für immer
Mit einer rauschenden Pressekonferenz hat in Linz die Trainer-Ära von Hans Krankl beim LASK begonnen. Der "Goaleador" will dem Tabellenachten dabei helfen, den aktuellen Negativlauf zu beenden. "Die Mannschaft hat kein Selbstvertrauen mehr, die Moral ist am Boden, ich muss die Spieler aufbauen."
Der 56-Jährige sieht seine vorerst bis Saisonende beschränkte Tätigkeit (keine Option) bei den Linzern als Test, "ob ich den Trainerjob noch machen will". In den kommenden Tagen will die Rapid-Legende vor allem sehr viele Gespräche mit den Spielern führen. Davor wollte er sich zu den zuletzt erfolglosen Kickern nicht äußern. "Ich kann mir jetzt noch kein Bild machen. Es ist mir aber ein Rätsel, wie der LASK mit diesem Kader so eine Negativserie hinlegen konnte", erklärte Krankl. Der ehemalige Topstürmer stellte aber klar: "Zwei Monate werden allerdings zu wenig sein, um meine Handschrift erkennen zu können."
Krankl soll Mannschaft wachrütteln
Die Linzer setzen jedenfalls große Erwartungen in den Bundesliga-Rekord-Torschützen. "Er war mein Wunschkandidat und soll die latente Abstiegsgefahr so schnell wie möglich bannen. Es soll ein Ruck durch die Mannschaft gehen", fordert LASK-Präsident Peter-Michael Reichel ein besseres Auftreten seiner Truppe. Auf der Pressekonferenz war unabhängig davon schon eine Euphorie zu erkennen, neben einem großen Medienauflauf waren auch Fanclub-Vertreter extra angereist. "Man spürt die Euphorie, es hat sehr viel positive Reaktionen gegeben", merkte der Vereinschef an. So sei etwa die LASK-Homepage aufgrund des großen Interesses zusammengebrochen.
Den Kontakt zum neuen Trainer hatte mit Klaus Lindenberger ausgerechnet sein erfolgloser Vorgänger hergestellt. "Es war eine sehr schnelle Sache, ich habe mich von meinem Bauchgefühl leiten lassen. Der LASK ist ein sehr sympathischer Traditionsclub", sagte Krankl. Der Wiener, der von Neo-Co-Trainer Heinrich Strasser unterstützt wird, wird im sportlichen Bereich die alleinige Entscheidungsgewalt haben, Lindenberger wird in Zukunft als Vorstand für den Sport tätig sein. "Er wird damit beschäftigt sein, die Mannschaft für die nächste Saison zu rekrutieren", sagte Reichel. Eine weitere Personalentscheidung wurde ebenfalls getroffen, der Vertrag mit dem bisherigen Co-Trainer Christian Stumpf, der nach Saisonende ausläuft, wird nicht verlängert.
Zum ersten Mal auf die Beine schauen wird Krankl seiner Truppe am Freitag in einem Testspiel auf einem Nebenplatz des Linzer Stadions gegen den Erstligisten Vöcklabruck. "Es geht nicht um das Ergebnis, sondern darum zu schauen, was los ist", meinte Krankl.
(apa/red)
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