Richard Branson wird doch in der F1 aktiv:
Virgin Group erster Großsponsor von Brawn
- Stillschweigen über Höhe des "substanziellen Deals"
- Für anhaltende Kostenreduktion und einen Bio-Sprit

Das neue Formel-1-Topteam Brawn GP ist seine ärgsten finanziellen Sorgen vorerst los. Der englische Rennstall hat seinen ersten Großsponsor gefunden. Der Honda-Nachfolger präsentierte die Virgin Group des britischen Milliardärs Richard Branson als neuen Partner. Bereits in den Samstag-Trainings traten Jenson Button und Rubens Barrichello mit Virgin-Aufklebern auf ihren sonst hauptsächlich weißen Autos an. Für die Zukunft soll die Partnerschaft ausgeweitet werden.
Bereits nach dem Ausstieg von Honda hatte Branson Interesse am Team bekundet, die Übernahme aber Teamchef Ross Brawn überlassen. Drei Wochen später stieg der Unternehmer mit seinem Mischkonzern, der jährlich knapp 15 Milliarden Euro umsetzt, als Großsponsor ein. Über die Höhe des "substanziellen Deals" wurde Stillschweigen vereinbart, Branson knüpfte seinen Einstieg aber an zwei Bedingungen - anhaltende Kostenreduktion und die Entwicklung eines Bio-Sprits als langfristiges Ziel in der Formel 1.
Branson hat laut eigenen Angaben bereits ein Unternehmen gegründet, das sich mit der Entwicklung entsprechender Kraftstoffe beschäftigt. "In den nächsten Monaten werden wir mit der Formel 1 und den Autoherstellern ausloten, ob dieser Sprit in der Formel 1 eingeführt werden kann", erklärte Branson. "Damit würde der Sport von einem leicht umweltverschmutzenden zu einem sauberen Sport werden." Brawn GP sei ein perfekter Partner, hatte sich doch schon Vorgänger Honda für den Klimaschutz eingesetzt.
(apa/red)
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