Der ganzen Welt ging ein Lichtlein aus:
Eine Stunde Dunkelheit für den Klimaschutz
- Akropolis, Eiffelturm, Petersdom und Golden Gate
- "Earth Hour": 4.000 Städte an der Aktion beteiligt
·Erderwärmung noch schlimmer als gedacht
Biosprit könnte Klima-
Wandel weiter anheizen
·CO²-Ausstoß ist in
Österreich rückläufig
Emissionen bleiben aber
weiterhin über Kyotoziel

Für den Klimaschutz sind am Samstag rund um den Globus in vielen Städten die Lichter eine Stunde ausgeschaltet worden. Von den Chatham-Inseln im Pazifik über Neuseeland, Australien und Asien wanderte die "Earth Hour" zwischen 20.30 und 21.30 Uhr Ortszeit westwärts. Insgesamt beteiligten sich 4.000 Städte in 88 Ländern an der von der UNO unterstützten Aktion.
An vielen symbolträchtigen Orten auf der Welt gingen bei der diesjährigen "Earth Hour" die Lichter aus, so an den Pyramiden in Ägypten, an der Athener Akropolis, dem Londoner Riesenrad und der Lichtermeile von Las Vegas. In Deutschland machten Hamburg und andere Städte an der von den Vereinten Nationen unterstützen Aktion mit. Auch österreichische Städte wie Eisenstadt, St. Pölten, Salzburg und Innsbruck sind beteiligt.
Im Dunkeln ist gut munkeln
In Paris fielen am Abend der Eiffelturm und Notre Dame ins Dunkel, der Eiffelturm aus Sicherheitsgründen aber nur fünf Minuten. Pünktlich gingen auch am Petersdom und am Kolosseum in Rom die Lichter aus. In Spanien wurden Lichter in allen 52 Provinzhauptstädten ausgeschaltet, auch der königliche Palast und das Parlament in Madrid lagen im Dunkeln.
Zahlreiche andere US-Städte schlossen sich der Aktion an. In San Francisco, das drei Stunden weiter westlich liegt, sollten die Lichterketten an der Golden Gate Bridge abgeschaltet werden.
China schaltet erstmals aus
China, das bisher eine international fixierte verbindliche Schadstoffreduzierung ablehnt, beteiligte sich erstmals an der Aktion. In Peking wurde das Licht an den bekanntesten Olympiastätten des vergangenen Jahres, dem "Vogelnest"-Stadion und dem "Wasserwürfel" abgeschaltet. Auch die Millionenmetropole Shanghai machte mit.
Die "Erdstunde" wurde erstmals 2007 abgehalten - eine einzige Stadt, Sydney, beteiligte sich damals. Im vergangenen Jahr machten 400 Städte mit. Mit der diesjährigen Aktion soll vor allem Druck auf die Kopenhagener Klimaschutzverhandlungen gemacht werden, bei denen es Ende des Jahres um ein Nachfolgeabkommen für das Umweltprotokoll von Kyoto geht.
(apa/red)
