Foltervorwürfe gegen alte US-Regierung:
Spanien prüft mögliche rechtliche Schritte
- Sechs Ex-Minister unter George Bush im Visier
- Guantanamo: Fünf Spanier waren dort inhaftiert
Terrorverdächtige werden weiterhin festgehalten

·Internationales Recht für Guantanamo
USA wenden jetzt die Genfer Konvention an
·Keine vorbehaltlose
Häftlingsaufnahme
Guantanamo: EU verlangt
Auskünfte von den USA
Spanien prüft laut US-Medien rechtliche Schritte gegen sechs Vertreter der alten US-Regierung wegen des Vorwurfs der Folter von Guantanamo-Häftlingen. Den Fall übernimmt der Ermittlungsrichter Baltasar Garzon, der sich international mit seinem Einsatz für Opfer von Diktaturen und mit dem Haftbefehl für den chilenischen Ex-Diktator Pinochet einen Namen machte.
Im Zentrum eines möglichen Ermittlungsverfahrens würde die Frage stehen, ob Gesetzesänderungen zur Rechtfertigung von Folter gegen internationales Recht verstoßen. Spanien kann eine juristische Zuständigkeit beanspruchen, weil fünf Staatsbürger oder Einwohner den Vorwurf erhoben haben, in Guantanamo gefoltert worden zu sein. In dem Gefangenenlager auf Kuba, das der neue Präsident Obama schließen will, halten die USA weiterhin Terrorverdächtige fest.
(apa/red)
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