Mindestens zwanzig Tote bei Anschlag in Bagdad: Autobombe explodiert neben Markt
- Unter Opfern auch vier Kinder und drei Frauen
- Zahl der Angriffe und Anschläge dennoch gesunken

·Anschlagserie: Angst im Irak vor dem Tag X
Abgzug internationaler Truppen macht Sorgen
Bei der Explosion einer Autobombe in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Weitere 38 Menschen seien bei dem Anschlag an einer Hauptstraße im nördlichen Stadtteil Shaab verletzt worden, teilten Vertreter des Verteidigungs- und des Innenministeriums mit. Der Sprengsatz detonierte in der Nähe eine Bushaltestelle in dem belebten Einkaufsviertel.
Nach Angaben von Ärzten waren vier Kinder und drei Frauen unter den Opfern. Ein AFP-Reporter sah Leichenteile auf der Straße und dem Bürgersteig liegen. Der Bagdader Stadtteil Shaab liegt im Norden von Madinat al-Sadr (Sadr-City) und war nach dem Sturz von Saddam Hussein jahrelang Schauplatz von Kämpfen zwischen sunnitischen Aufständischen und schiitischen Milizen.
Weniger Anschläge
Nach einer US-Truppenverstärkung ist die Gewalt im Irak seit Ende 2007 rückläufig, allerdings wird das Land immer noch in regelmäßigen Abständen von blutigen Anschlägen erschüttert. Im vergangenen Jahr kamen 6772 Iraker bei Angriffen und Anschlägen ums Leben, im Jahr zuvor waren es noch 17.430 Menschen.
Erst kürzlich waren bei zwei Anschlägen etwa 35 Menschen ums Leben gekommen. Allein 27 Menschen starben, als sich ein Selbstmordattentäter in Jalawla, 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bagdad, bei einer Trauerfeier für einen Kurden in die Luft sprengte. Die jüngsten Gewalttaten schüren Ängste, dass die irakischen Sicherheitskräfte mit der zunehmenden Übernahme von Verantwortung von US-Einheiten überfordert sein könnten.
(apa/red)
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