Todesstrafe im Milchskandal: Molkerei-
Betreiber muss für Lieferung jetzt sterben
- China: 300.000 Säuglinge an Seuchen-Milch erkrankt
- Die meisten bekamen Nierensteine. Sechs kamen um

·Milchskandal: Pulver- Hersteller vor Gericht
China: Angeklagten droht
jetzt die Todesstrafe
Ein chinesisches Berufungsgericht hat die Todesstrafe gegen einen Verantwortlichen für den Milchskandal bestätigt. Der Molkerei-Betreiber Geng Jinping wurde verurteilt, weil er große Mengen mit Melamin verseuchter Milch an den Konzern Sanlu geliefert hat.
Das Berufungsgericht in der nordchinesischen Stadt Shijiazhuang, wo Sanlu seinen Sitz hat, bestätigte auch die gegen Gengs Bruder verhängte Haftstrafe von acht Jahren, wie der staatliche Rundfunksender CCTV berichtete. Er war als Fahrer für die Molkerei tätig.
Wegen der verseuchten Milch erkrankten nahezu 300.000 Säuglinge. Die meisten von ihnen bekamen Nierensteine. Sechs Babys kamen ums Leben. Das Gericht in Shijiazhuang hat auch eine privatrechtliche Entschädigungsklage von Betroffenen angenommen. Die Eltern eines elf Monate alten Mädchens verlangen eine Entschädigung von 31.000 Yuan (rund 3.360 Euro). Insgesamt haben sechs Familien geklagt. Sie haben eine Entschädigungszahlung der Regierung abgelehnt, weil sie sich von einem Gerichtsverfahren einen höheren Betrag erhoffen.
(apa/red)
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