Mittwoch, 25. März 2009

Gerüchte über Killer-SMS sorgen für Panik:
Ägyptische Behörden entschärfen "Klatsch"

  • SMS soll zu Kopfschmerzen und Gehirnblutung führen
  • "Widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen"

Gerüchte über die Verbreitung einer Killer-SMS sorgen in Ägypten für Aufregung. Der Klatsch hält sich so hartnäckig, dass jetzt sogar die Behörden dagegen vorgehen. Es gebe keine Handy-Botschaft, die bei den Empfängern erst schwere Kopfschmerzen und dann eine tödliche Gehirnblutung auslöse, meldete die amtliche Nachrichtenagentur MENA unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Zeitung "Egyptian Gazette" berichtete, in Mallawi südlich von Kairo sei ein Mann einem Schlaganfall erlegen, kurz nachdem er eine der mysteriösen SMS mit den Endziffern 111 erhalten hatte. Das Gesundheitsministerium erklärte, es sei den Behörden kein derartiger Fall bekannt. "Diese Gerüchte widersprechen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen", hieß es in der Erklärung. Das Innenministerium nahm laut MENA drei Ölarbeiter unter dem Verdacht fest, das Gerücht in Umlauf gebracht zu haben. (apa/red)

25.3.2009 14:22