Wahnsinnstat im Wahlfahrtsort Lourdes:
Frau erschlug eigene Mutter mit Kruzifix
- Tochter: "Ich hatte Visionen, dass ich der Teufel bin"
- Strenggläubige Frau verständigte nach Tat Notarzt

Im südfranzösischen Wallfahrtsort Lourdes hat eine Frau ihre Mutter im Wahn mit einem Kruzifix erschlagen. Die 34-Jährige Täterin sei geistesgestört und religiös verblendet gewesen, berichtete die Zeitung "Depeche du Midi". "Ich hatte Visionen im Traum, ich habe gesehen, dass ich der Teufel und das Schlechte bin", sagte sie dem Rettungsdienst, den sie nach der Tat selbst gerufen hatte.
Sie habe erst mit einer Nachttischlampe, dann mit einer Bettlatte und schließlich mit dem Kruzifix auf ihre 81-Jährige Mutter eingeschlagen. Die beiden Frauen waren aus religiösen Gründen vor vier Jahren in den Marien-Pilgerort gezogen. Ihre bescheidene Wohnung soll mit religiösen Objekten vollgestopft gewesen sein.
Die Tochter war für ihre schweren Depressionen bekannt, hatte jedoch ein enges und liebevolles Verhältnis zu ihrer Mutter. Sie kam zunächst in Polizeigewahrsam, wurde dann aber in eine psychiatrische Klinik überwiesen. Die beiden Frauen erhielten regelmäßig Lebensmittelhilfe vom Roten Kreuz. Die Mutter hatte vor Jahren den Kontakt zu ihrem Ex-Mann und ihren gemeinsamen weiteren sieben Kindern abgebrochen.
(apa/red)
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