Mittwoch, 25. März 2009

Dramatische Walrettung ist gescheitert:
Alle Tiere müssen eingeschläfert werden

  • Meeressäuger haben sich wieder an Küste verirrt
  • Tierschützer: Zustand der Wale ist zu schlecht

Die dramatische Wal-Rettungsaktion in Australien ist gescheitert: Die an der Westküste in einer aufwendigen Aktion geretteten Wale sind nach nur einem Tag wieder gestrandet. Jetzt müssen alle Tiere eingeschläfert werden. Elf Meeressäuger waren nach einer Massenstrandung von insgesamt 90 Grindwalen und Tümmlern in der Hamelin-Bucht südlich der Stadt Perth per Lkw an einen vermeintlich sicheren Küstenabschnitt gebracht worden.

Zwei Tiere waren bereits tot, einer wurde von einem Hai gebissen und schwer verletzt. Die restlichen Tiere sind in einem so schlechten Zustand, dass sie eingeschläfert werden müssen. Außerdem lagen die Wale an einem kaum zugänglichen Küsten abschnitt.

Die Grindwale lagen an einem Strand nur sechs Kilometer von der Flinders-Bucht in Westaustralien entfernt, in der sie zuvor ausgesetzt worden waren. Bevor die Meeressäuger von Tierärzten eingeschläfert werden, werden sie laut Foster vermessen, um eindeutig identifiziert zu werden.

Vergebliche Rettungsaktion
Tierschützer hatten vergeblich um das Leben der Meeressäuger gekämpft, die zusammen mit rund 80 Artgenossen in der Hamelin-Bucht südlich der Stadt Perth gestrandet waren. Mit Kränen und Schlingen wurden die Grindwale, die bis zu 8,5 Meter groß werden und durchschnittlich 800 Kilogramm auf die Waage bringen, auf Lastwagen gehievt und zur Flinders Bay gebracht. In dem vermeintlich sicheren Küstenabschnitt wurden die Tiere freigelassen.

In den vergangenen vier Monaten strandeten im Süden Australiens und auf der Insel Tasmanien mehr als 400 Wale. Anfang März schleppten Tierschützer an der Küste von King Island 54 gestrandete Grindwale zurück ins Wasser, für fast 150 Tiere kam jede Hilfe zu spät. Warum es die Wale immer wieder zu den Stränden zieht, wo sie oft kläglich verenden, hat die Wissenschaft noch nicht klären können.
(apa/red)

25.3.2009 15:10