Nächste Waltragödie vor Australiens Küste:
80 Tiere sind südlich von Perth gestrandet
- 67 Säuger bis in die Morgenstunden bereits verendet
- Viele Helfer versuchten Wale ins Wasser zu retten
·140 Wale und Delfine
in Australien verendet
Insgesamt 200 Tiere
vor der Küste gestrandet
·Kängurus sollen erschossen werden
Australien: Beuteltiere vermehren sich zu schnell
In Australien sind schon wieder Wale und Delfine in seichtes Wasser geraten und gestrandet. Die Delfine fanden den Weg zurück ins Meer, doch verendeten mindestens 67 der etwa 80 Wale, die rund 270 Kilometer südlich von Perth an der Westküste in seichtes Wasser geraten waren, berichteten die Umweltbehörden. Sie wollten die überlebenden Tiere auf Lastwagen in eine andere Bucht transportieren und aussetzen.
Entgegen ersten Annahmen handelte es sich nicht um Schwert-, sondern um Grindwale. Erst Anfang März waren am anderen Ende Australiens, nördlich von Tasmanien, 194 Wale gestrandet. Nur 54 konnten gerettet werden.
Dutzende freiwillige Helfer
Strandwanderer hatten die Tiere in der Bucht von Hamelin entdeckt und Alarm geschlagen. Sofort fanden sich Dutzende Freiwillige, die versuchten, die Tiere zurück ins Meer zu schieben. "Ich habe so etwas bisher noch nie richtig gesehen, nur auf Fotos", sagte Liz Carion, die als Helferin gekommen war, im Rundfunk. "Mir kamen die Tränen. Ich dachte, einer lebte noch, weil seine Flosse sich bewegte, aber das waren nur Wellen, die das Tier ein bisschen hin- und herrollten."
"Unsere Strategie ist es, die Tiere, die über eine Strecke von fünf bis sechs Kilometern verteilt sind, zusammen zu bringen und über Nacht in der Bucht zu halten", sagte Greg Mair, Sprecher der Umweltbehörde. "Dann sollen sie mit Lastwagen in die Flinders-Bucht gebracht und ausgesetzt werden." Wildschützer hätten die Flinders-Bucht gewählt, weil sie geschützt und weit genug von der Hamelin-Bucht entfernt sei. Es passiert immer wieder, dass Wale sich wiederholt an denselben Strand werfen.
Wale und Delfine stranden seit Jahrhunderten. Warum die Tiere den meist tödlichen Weg ins seichte Wasser wählen, ist nach den Worten der australischen Meeresforscherin Karen Evans "eines der wunderlichsten biologischen Rätsel". Sie stellte fest, dass die Zahl der Strandungen in Südostaustralien alle zehn Jahre steigt, im Gleichschritt mit besonders starken Süd- und Westwinden.
(apa/red)
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