Bevölkerung stärkt Schmieds Bemühungen:
Die Mehrheit sagt "Ja" zu Bildungsreformen
- Umfrage: Drei Viertel sind für eine Weiterführung
- Auch die Dienstrechtsreform wird positiv bewertet
PLUS: IHRE MEINUNG zu Schmieds Reformplänen
·Lehrer: Werden DIE zwei Stunden halbiert?
Schmied strengt Lösung bei nächstem Treffen an
·Schmied drängt auf
Nachmittagsreform
"Tagesbetreuung neu" soll
kleinere Klassen erlauben
·Faymann haut jetzt auf den (Schul-)Tisch
Verlangt bis 20. April Einigung im Lehrer-Streit
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GÖD-Konferenz ebnet Weg für Kampfmaßnahme
·Vernichtende Kritik an Schulverwaltung
Expertenanalyse von Rechnungshof und Wifo
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Ministerin Schmied für Aufnahmestopp bis 2011
Laut Umfrage im Auftrag des Unterrichtsministeriums sprechen sich drei Viertel der Österreicher für eine Weiterführung der Schulreformen von Unterrichtsministerin Schmied aus. Das kostenlose verpflichtende Kindergartenjahr, kleinere Klassen, Deutschförderkurse auch für einheimische Kinder, mehr Fremdsprachenunterricht, Leseförderung und politische Bildung werden von 80 Prozent unterstützt.
Etwa drei Viertel der Befragten halten die Berufsmatura für Lehrlinge für sinnvoll, ebenso viele unterstützen mehr Deutschförderkurse für Kinder mit Migrationshintergrund, Bildungsstandards für die vierte und achte Schulstufe und eine Verbesserung der Schulinfrastruktur. Nicht so eindeutig ist die Zustimmung zu anderen Maßnahmen: Den Ausbau der schulischen Nachmittagsbetreuung wünschen sich 72 Prozent der Lehrer, 67 Prozent der Eltern und 53 Prozent der Schüler. Eine standardisierte Matura wollen 77 Prozent der Schüler, 69 der Lehrer und 67 der Eltern. Zusätzlichen Unterricht für Migrantenkinder in deren Muttersprache befürworten 55 Prozent, genauso viele wollen mehr Kunst- und Kulturprojekte an den Schulen.
"Ja" zur Dienstrechtsreform
Auch bei der geplanten Dienstrechtsreform steht das Gros der Österreicher hinter Schmied: Zwei Drittel sind für eine Abschaffung der Pragmatisierung (Lehrer: 51 Prozent), 55 Prozent für gleiche Bezahlung der Lehrer unabhängig von der Schulform (Lehrer: 59). Eine gemeinsame Schule für Zehn- bis 14-Jährige halten zwei Drittel für positiv oder zumindest überlegenswert. Den Modellversuch "Neue Mittelschule" halten 42 Prozent für eine gute Sache, unter Lehrern sind es 51.
Umfrage vor "Strukturmaßnahme"
In der Studie wurden großteils jene Maßnahmen abgefragt, mit deren Finanzierungsbedarf Schmied die geplante höhere Unterrichtsverpflichtung von Lehrern begründet. Die Umfrage wurde allerdings großteils vor Bekanntgabe der geplanten "Strukturmaßnahme" durchgeführt.
(apa/red)
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