Lawinengefahr in Tirol noch nicht gebannt:
Neuschnee sorgt im Westen für Chaos
- Arlbergpassstraße nach Lawinenabgang gesperrt
- Experten: Wurde wieder Warnstufe 3 ausgerufen

Die Experten des Lawinenwarndienstes Tirol haben auf einen Anstieg der Gefahr auf die Stufe 3 hingewiesen. Betroffen war vor allem der neuschneereiche Westen des Landes, also die Silvretta, das Arlberggebiet und der Außerfern sowie die westlichen Nordalpen. Die Arlbergpassstraße ist zwischen St. Christoph und Alpe Rauz nach einem Lawinenabgang gesperrt.
Die Hauptgefahr ging von frischen Triebschneeansammlungen aus, die speziell im Westen Nordtirols wieder umfangreich waren. Dort musste vereinzelt aus sehr steilem, kammnahen Gelände mit Selbstauslösungen von Lawinen gerechnet werden. Während der vergangenen 24 Stunden schneite es im Westen Nordtirols zwischen 25 und 50 Zentimeter. Im übrigen Nordtirol waren es meist zwischen zehn bis 20 Zentimeter, im nördlichen Osttirol um zehn Zentimeter.
Erhöhte Lawinengefahr
Lawinengefährdete Stellen lagen im Norden des Landes oberhalb von 1.500 Meter, in den südlichen Landesteilen oberhalb von 1.800 Meter. Wintersportler wurden zu erhöhter Vorsicht gemahnt. Der Schneefall sollte laut Meteorologen stärker werden. Mit den angekündigten weiteren Niederschlägen im Westen könne die Gefahr weiter ansteigen.
Arlbergpassstrasse gesperrt
Auf den höher gelegenen Straßen kam es infolge des Schneefalls zu Verkehrsbehinderungen. Der Arlberg-Pass (Arlberg-Straße L197) musste nach einem Lawinenabgang zwischen der Alpe Rauz und St. Christoph gesperrt werden, Lech und Zürs waren aber weiter erreichbar. Auf der Lechtal-Straße (L198) ab der Alpe Rauz, der Bregenzerwald-Straße (L200) zwischen Schoppernau und Warth und der Faschina-Straße (L193) zwischen Au und Damüls mussten die Lkw-Chauffeure Schneeketten montieren.
(apa/red)
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