Mittwoch, 25. März 2009

Lehrer bereit zum Streik: Gewerkschaft könnte jederzeit Kampfmaßnahmen starten

  • Beschluss der GÖD-Konferenz ermächtigt Präsidium
  • Junglehrer demonstrierten vor Unterrichtsministerium
    Plus: Ihr Kommentar zum andauernden Bildungsstreit

Auf der Bundeskonferenz der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) ist ein Vorratsbeschluss gefasst worden, wonach das Präsidium innerhalb kürzester Zeit einen Lehrerstreik gegen die geplante Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung ausrufen könnte. GÖD-Chef Neugebauer hofft weiter auf eine andere Lösung. Unterrichtsministerin Schmied würde einen Streik für "völlig unangebracht" halten.

Der Vorratsbeschluss wurde einstimmig gefasst und die Geschlossenheit der Abstimmung zeige auch, dass es jederzeit zu geschlossenen Maßnahmen kommen könne, erklärte Neugebauer im Anschluss an die rund dreistündige Sitzung. Um Streikgeld zu bekommen, bräuchten die Lehrer allerdings noch die Zustimmung des ÖGB-Bundesvorstandes.

Vertreter sehen sich gestärkt
Die Lehrervertreter sahen sich durch den Beschluss "zusätzlich gestärkt", so auch Walter Riegler, Chef der Pflichtschullehrergewerkschaft. Man wolle aber weiterhin mit Schmied verhandeln. Ein weiteres Gespräch soll Anfang nächster Woche stattfinden, so Riegler. Laut AHS-Lehrergewerkschafterin Eva Scholik finden Streiks spätestens dann statt, wenn Schmieds Entwurf in Begutachtung geht. Das geschieht laut Ministerium nicht vor dem 21. April. Es dürfte also noch Zeit bleiben.

Schmied hielte es für "völlig unangebracht", wenn die Lehrer ihre Streikdrohung wahr machen. Die heutige Entscheidung der Gewerkschaft sei nicht ein "so mächtiges, radikales Signal", erklärte sie am Rande des SPÖ-Präsidiums. Sie geht davon aus, dass man nächste Woche eine Lösung finden wird, nachdem sie der Gewerkschaft Einblick in ihr Budget gewährt hatte.

Junglehrer-Demo vor Unterrichtsministerium
Einen Vorgeschmack auf einen möglichen Streik gab es aber schon: Rund 50 junge Pädagogen aus Wien, die derzeit ihr Unterrichtspraktikum absolvieren, demonstrierten vor dem Unterrichtsministerium gegen die Schmieds Pläne.

In einem Brief, der dem Ministeriumsvertreter, Sektionschef Wolfgang Stelzmüller, überreicht wurde, warnten die Unterrichtspraktikanten davor, dass Junglehrer ohne Aussicht auf eine Stelle, sich "Alternativen in anderen Ländern oder in der Privatwirtschaft suchen müssen".
Stelzmüller versuchte die Demonstranten zu beruhigen: Er bezeichnetet den befürchteten Aufnahmestopp für Lehrer als "Gerücht".

Die Unterrichtspraktikanten zeigten sich zudem über die Art, in der die Lehrerdebatte geführt wird, empört. "Wir sind keine Zahlen und kein Budget, wir sind Menschen", so eine Teilnehmerin. Von Schmied wünschten sich die Unterrichtspraktikanten "Mitwirkung an einer Verbesserung des Lehrerimages" und kritisierten, sie habe durch ihre Medienarbeit "eine negative Imagekampagne gegen die Lehrerschaft in Gang gebracht".
(apa/red)

25.3.2009 16:23
Wilfried1931, 26. 03. '09 10:35
Minimalisten unter Lehrern Teil3
Diese Lehrer wollen nichts ändern und minimal weiterarbeiten ohne etwas zu ändern, wie sie sich es vorgestellt haben. Genau diese werden die ersten Streikende sein, und die Last dieser gewaltigen Wirtschaftskrise die auch das Leben der nächsten Generation ändern wird ist ihnen Wurscht. Sie denken auch nicht an die Eltern und Schüler, im Gegenteil sie hetzen minderjährige und von ihnen abhängige Schüle für ihre Zwecke auf, mit von ihnen erfundenen Gründen. Die Gesellschaft wird solchen Leuten nur beikommen wenn sie das super Streikrecht ändern und diese Minimalisten bei Arbeitsverweigerung kündigt, mal sehen wie sie dann weiterleben? Dafür könnten motivierte junge Lehrer eine Anstellung finden und Eltern und Schülern wäre damit gedient
Susie4, 26. 03. '09 11:24
Re: Minimalisten unter Lehrern Teil3
Wilfried1931 hat in seiner 3teiligen Ausführung doch den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Problem ist nur, dass die wenigsten Lehrer auch in der Privatwirtschaft tätig sind und somit fehlt ihnen jeglicher Bezug zum Thema 40 Stundenwoche mit 5 Wochen Urlaub im Jahr.
Das blöde Argument:"...hättest ja auch Lehrer werden können..!" kann ich auch nicht mehr hören. Ich möchte auch nicht Arzt sein oder am Hochhofen bei der VÖST stehen - nur diese Leute können von solchen Arbeitszeiten träumen. Es werden auch nicht 2 Stunden MEHR gefordert, sondern nur eine Verschieben von 2 Stunden "Heimarbeit" in die Schule. Die ganze Diskussion ist völlig lächerlich und eigentlich ein guter Grund aus der Gewerkschaft auszutreten.
hary1965, 26. 03. '09 14:06
Re: Minimalisten unter Lehrern Teil3
Ich denke auch wie Susi4 es sagt, es sollten alle Privatangestellten die von Bedingungen der Lehrer nur träumen können sofort aus der Gewerkschaft austreten, diese ist nur im geschützen Bereich tätig und versagt überall sonst, sie ist nur damit beschäftigt wo es leicht geht den Staat zu erpressen und sich selbst zu erhalten. Wenn die ÖVP meint sie müsse ihr Klientel vom GÖD gegen die böse Frau Minister schützen, alle anderen Berufsgruppen und Selbstständige, die die Steuern zahlen, sollen tun was sie wollen, dann sollten diese ihr auch die Wählerstimme verweigern, und die OVP solle die Partei des öffentlicen Dienstes werden. Der Lachende Dritte wird bei dieser lächerlichen Diskussion ohnehin der HC Strache sein, Lehrer und Vertreter des GÖD sind die besten Wahlhelfer von HC Strache
enibas63, 27. 03. '09 15:15
Re: Minimalisten unter Lehrern Teil3
Oh Gott, jetzt wird hier schon wochenlang darüber diskutiert und die Susi und der Hary habens immer noch nicht verstanden, worum es überhaut geht und reden noch von den ganz anfänglichen Lügen der Frau BM, die dieselbe selber schon nicht mehr ausspricht. Ihr solltet euch mal ein bisschen besser auf dem Laufenden halten.
Wilfried1931, 26. 03. '09 10:27
Minimalisten unter Lehrern Teil2
während andere ich mühevoll um die Schüler kümmern und gerne arbeiten, und keine Minuten zählen. Diese Lehrer kümmern sich ohnehin auch in ihrer Freizeit um Schüler und diese Lehrer werden kein Problem mit zwei Stunden mehr haben. Die Schreienden Gewerkschafter und Minimalisten die man nun in der Öffentlichkeit hört und die ihr Feindbild Minister Schmied aufgebaut haben, sehen sich ihrer gemütlichen Weltvorstellung beraubt, sie leben dabei in einer Parallelen Welt und haben nicht verstanden welche Zeiten durch staatliche Geldverschwendung auch im öffentlichen Dienst auf uns zukommen. Sie meinen sie wollen einzigen sein die sich einschränken müssen und kapieren dabei in ihren Egotripp nicht dass bereits alle Privatbediensten und Selbstständigen eine gewaltige Last tragen.
Wilfried1931, 26. 03. '09 10:19
Minimalisten unter Lehrern Teil1
Es gibt Lehrer die ihren Beruf und Schüler mögen, und nicht die Minuten zählen sondern es als Berufung sehen mit Schülern zu Arbeiten, von diesen hört man zur Zeit nichts, sie Arbeiten.
Dann gibt es einen großen Teil von Lehrern die heute sagen sagen, wärt ihr Lehrer geworden, aber das reichte nicht für Euch. Die haben ein Studium begonnen es aber nicht geschaft, der Ausweg war die PÄDAK die war leicht zu schaffen, andere schafften kein Diplom Studium und inskribierten schnell auf ein Lehramt um, das war weniger Aufwand und in beiden Fällen gab es Jobs mit viel Ferien und wenig Kontrolle der Arbeitszeit, so sahen das die jenen. Genau diese Minimalisten hatten immer genug Zeit sich zu organisieren, Gewerkschaftlich,
Bananenbiager, 26. 03. '09 09:40
Streik in Osterwoche...
... klar nur haben die gut informierten Kreise nicht dazugesagt, das der Streik VOR den Osterferien beginnt um den erschöpften LehrerInnen die nötige Erholung zu gönnen und einen Tag mehr relaxen können. Und- nach den Ferien kommt SOFORT eine Dienststellenversammlung. Damit die uninformierten Koleggen aus dem wohlverdienten Urlaub wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.
Aber erst nach 10.00 Uhr damit die Kollegen mit Jetlag nicht gleich überfordert sind...
josef4, 26. 03. '09 09:12
Lehrerstreik in der Osterwoche !?
Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen wird kolportiert, dass diesmal die Lehrer (um ihr schlechtes Image zu korrigieren) auf die Osterwoche verlegen werden!

Ich finde es für die Imageverbesserung sehr erfolgversprechend, wenn die Lehrer diesmal nicht ihr privilegiertes Turbo-Streikrecht einsetzen wollen.
Viele Eltern fühlten sich dadurch nämlich von den Lehrern erpresst!
Was können Eltern tun, wenn ihren Kindern wichtige Unterrichtseinheiten (sie sind sowieso sehr sehr eng bemessen) durch Streik der Lehrer verloren gehen? Müssen berufstätige Eltern zu Hause bleiben, um den fehlenden Lehrstoff den Kindern selbst beibringen?
Ist es für die Kinder ein Vorbild, wenn die Lehrer, weil sie der Frau Unterrichtsminister eins auswischen wollen, den Eltern der Kinder ins Gesicht schlagen?
mitleser, 26. 03. '09 08:56
ich kenne lehrer,
die beides ausübten: job und dienst. diese kennen beides.
mitleser, 25. 03. '09 21:43
@sidestep
wer sagt, dass alle lehrer streiken wollen?
hary1965, 25. 03. '09 20:56
Junglehrer demonstrieren für Jobs
Offensichtlich wissen Lehrer die hier posten nicht was sie eigentlich reden, viele behaupten der Job sei so anstrengend, dass keiner mehr Lehrer werden will und das es angeblich überhaupt keine Lehrer mehr gibt am Arbeitsmarkt, dann gibt es Demonstrationen von Lehrern die keinen Job finden, und die Unis sind voll von Lehramtstudenten, die kein Diplomstudium schaffen. Wenn man eben selbst weiß wie viele Privilegien man hat und das diese ungerecht und nicht zeitgemäß sind tut man sich scheinbar schwer diese zu verteidigen, das ist natürlich klar, daher diese komischen Argumente der Lehrer und deren Gewerkschaft
gerifro, 25. 03. '09 19:27
@ ruedi15, Post v. 15:23
Es hindert niemanden, Lehrer/in zu werden, das stimmt. Nehmen wir einmal an, es wären alle Lehrer:
Wie würden sich die Damen und Herren denn ihre Gehälter finanzieren? Oder bräuchte dann jede/r jemand, damit er/sie was lernen kann? Wäre ja auch eine Möglichkeit

Aber hier geht es doch um ganz was anderes: schwarze GöD gegen rotes Bildungsministerium.
Die Lehrer/innen sind hier nur ein Vorwand für Neugebauer. Der kann sichs doch nicht leisten, als zweiter NR-Präse einer Ministerin zu unterliegen. Dabei verwechselt man aber den FCG-Vorsitz mit etwas.
gerkohl, 25. 03. '09 17:08
Das Ausspielen noch immer nicht begriffen
...haben offensichtlich viele BürgerInnen. Während sie noch bei den Lehrern klatschen und froh sind, dass sie der "Kelch" noch nicht erwischt hat (Wird aber schon noch! Oder hat auch bereits!), verstehen sie nicht den Hintergrund der ganzen Krise: Weitere Umverteilung von Milliarden von Unten nach Oben. Mehr dazu unter: www.steuerini.at
mitleser, 25. 03. '09 17:00
@sidestep
jeder, der lehrer wird, muss damit rechnen, dass er wenig gehalt, aber das SICHER hat. so ist es mal mit dem BEAMTENTUM. pragmatisiert sinds a no, na bittschön was wollts denn noch? dafür werdet ihr nicht gekündigt, in der privatwirtschaft fragens dich nicht, da darfst gehen, wenn dir was net passt.
Rasso, 25. 03. '09 18:18
Re: @sidestep
Es wird nicht mehr pragmatisiert. Und sicher hast du den Job nur, wenn der Vertrag unbefristet ist.
sidestep, 26. 03. '09 07:35
@MITLESER
Meine zu aller erst gestellte Frage haben Sie noch nie beantwortet: Warum sind Sie nicht Lehrer geworden, dann wären Sie heute auch unkündbar. Haben Sie damals, als es in der Privatwirtschaft Löhne gab, von denen die Lehrer nur träumen konnten, besser verdient als diese oder hat es an andere Faktoren (IQ) gefehlt?
sidestep, 25. 03. '09 16:12
Bravo liebe GÖD jetzt wird es eng für Schmied!
Mit dem Widerstand hat sie nicht gerechnet die unsägliche Frau Schmied. Will den Lehrern - wie kleinen Kindern - einen Laptop und 3m² Arbeitsplatz schenken und dann darf das Bubi oder das Mädi wieder brav sein und folgen. Eine Schande dieses Angebot. Ein Laptop und 3 m² Platz sind wohl das mindestes was einem zusteht und sicher nicht dafür, damit diese die 2 Stunden mehr in der Klasse stehen. Nun wird der Rücktritt fällig Frau Schmied nicht wahr? Sie haben doch getönt, wenn die 2 Stunden nicht durchgehen, dann treten Sie zurück. Hoffentlich ist das keine leere Drohung!!
Alframo, 25. 03. '09 16:38
Re: Bravo liebe GÖD jetzt wird es eng für Schmied!
hier sieht man wieder die Lehrer sind für einen neuen Anfang nicht bereit,sie betrachten das alte als gut und neue reformen werden abgelehnt.Nun geht es 1o Jahre so,aber reformen die werden immer abgelehnt.Danke für unsere kinder.
mitleser, 25. 03. '09 17:02
Re: Bravo liebe GÖD jetzt wird es eng für Schmied!
warum bist du lehrer geworden? geh in die privatwirtschaft, wenn dir was nicht passt.
Rasso, 25. 03. '09 18:20
Re: Bravo liebe GÖD jetzt wird es eng für Schmied!
kann ich umgekehrt auch sagen - wärst lehrer gworden wenn da in da privatwirtschaft die arbeitszeiten nicht passen
Volans, 25. 03. '09 14:59
Einfach schön TEIL1
es ist immer wieder schön zu lesen wie unbedarft, unwissend und bläuäugig manche leute hier schreiben. viele haben noch nicht richtig verstanden und wollen es auch nicht verstehen und haben auch gar keine lust sich zu informieren, das es primär nicht nur um die zwei stunden geht. meine frau ist lehrerin, ich weis also um deren probleme genau bescheid. es geht nicht um die 2 stunden, oder die doofe pisastudie. wenn schon die lehrer 2 stunden mehr leisten sollten, sollten auch die kinder 2 stunden mehr unterricht haben, sodass es auch sinn macht und die gottverdammte pisastudie endlich zur zufriedenheit der fr. minister bestanden wird.
Volans, 25. 03. '09 14:59
Einfach schön..... TEIL2
die kinder sollten für das leben und nicht für eine nichtssagende pisastudie lernen müssen. es geht um kinder, eure kinder, die in zukunft das leben meistern müssen und genau auf das sollte der lernstoff schon einmal aktualisiert werden und junglehrer die in 3 jahren kommen angesetzt werden. wenn ich lese, was der staat an geld verschenkt, verprasst und verscherbelt, kann es nicht sein das einer aua, banken etc. das geld hinten hinein geschoben wird und die zukunft der kinder ein diskussionsthema wird, woran aber unsere zukunft, bzw. die zukunft des staates hängt. denkt einmal nach und informiert euch und dann bildet euch eine meinung…..
schnitte7420, 25. 03. '09 14:08
Eine Schweinerei
Also wirklich wenn ich das schon lese, wie arm die Lehrer sind kommt mir echt das kotzen. Weil wenn sie sagen das sie sich für 2 Stunden mehr Arbeit auch 2 Stunden mehr vorbereiten müssen, dann kommt mir das Lachen, weil der Test oder der Stoff wird einmal erstellt, und dann bei den Klassen nur wiederholt, und die liebe Gewerkschaft, machen jetzt nur die ganzen Verhandlungen, damit sie einen Grund haben, zum Heurigen zu gehen.
Rasso, 25. 03. '09 14:43
Re: Eine Schweinerei
Du musst ja den Einblick haben - warst du einmal Lehrer? Wenn ja, dann hast du einiges falsch gemacht in deinem Job
ruedi15, 25. 03. '09 15:13
Re: Eine Schweinerei
Schön langsam kommt mir das Kotzen, wenn ich andauernd von Scheinspezialisten Kommentare lesen muss, die völliger Unsinn sind. Werdet doch alle Lehrer, wenn ihr glaubt, es ist alles so einfach! Niemand hindert euch daran. Oder traut ihr euch nicht, weil ihr insgeheim wisst, dass es doch nicht so einfach ist wie es dargestellt wird?