Laster bei jedem dritten tödlichen Unfall:
Insgesamt 75 Todesopfer auf Autobahnen
- Bei 23 der Fälle Lastkraftwagen am Unfall beteiligt
- Studie hinterfragt Nutzen von mehr Überholverboten
Im vergangenen Jahr lag die Beteiligung von Lkw (über 3,5 Tonnen) an tödlichen Unfällen auf der Autobahn bei rund 30,7 Prozent. Bei 23 von 75 Todesopfern war eines dieser Fahrzeuge involviert, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Auf Schnellstraßen starben 2008 sechs Personen, eine davon wurde bei einem Lwk-Crash getötet.
Grundsätzlich habe sich an der Beteiligung der Lkw an Unfällen nicht viel geändert: Rund 41 Prozent der Kollisionen würden von über 3,5-Tonnern verursacht. Für 47 Prozent der Crashs tragen die Fahrzeuge demnach keine Verantwortung, bei zwölf Prozent sei eine Teilschuld gegeben.
Für die Sinnhaftigkeit der geplanten zusätzlichen Überholverbote an bestimmten Autobahnabschnitten spricht laut KfV eine Untersuchung der Unfallstatistik bestimmter Teile der West- und Südautobahn. Dort seien zwischen 1999 und 2000 an Stellen mit zahlreichen Lkw-Unfällen und Todesopfern Überholverbote beschlossen wurden.
Ein Vergleich der Jahre 1997/98 sowie 2000/2001 habe eine bis zu 20-prozentige Abnahmen des Lkw-Unfallrisikos gezeigt. Grundsätzlich wird ein Drittel der Unfälle mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen durch mangelhafte Aufmerksamkeit und Übermüdung verursacht, so der KfV. Elf Prozent beruhen auf Fehleinschätzungen, neun Prozent seien durch die Witterung bedingt (Zahlen aus dem Jahr 2003).
(apa/red)
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