Montag, 23. März 2009

Erste Ausreißer in Kampffront der Lehrer:
"Profs Pro"-Plattform unterstützt Schmied

  • Lehrer sollen "Ermöglicher" nicht "Verhinderer" sein
  • Initiator fordert Abkehr von Verweigerungshaltung
    PLUS: Was ist ihre MEINUNG zum Lehrer-Streit

Kampf den ewigen Nein-Sagern: Die Online-Plattform "Profs Pro" ist die erste Lehrervereinigung, die im Umgang mit Unterrichtsministerin Schmied einen neuen Ton anschlagen will. Sie fordern einen konstruktiven Dialog mit Schmied. Dazu müssen auch die Lehrer ihren Beitrag leisten und von einer reflexartigen Verweigerungshaltung abkehren.

Daniel Landauer, Initiator der Internet-Plattform und selbst AHS-Lehrer in Wien ist überzeugt, Lehrer müssen "Ermöglicher" und nicht "Verhinderer" sein. So heißt es auf www.profspro.at, "dass die Frau Bildungsministerin die Möglichkeit erhalten solle, pädagogische Arbeit im schwierigen (wirtschaftlichen) Umfeld entsprechend positiv zu positionieren".

Nur zwei wichtige Player
Ob diese Initiative auch Wirkung auf den Verhandlungsprozess zwischen Ministerium und Lehrer-Gewerkschaft haben könnte, betrachten Experten skeptisch. Politikwissenschafter Karlhofer (Experte in Gewerkschaftsfragen) ist überzeugt, das wichtige Match wird letzten Endes nur von zwei Playern entschieden. Einzelne Gruppierungen, die versuchen, "aus der Kampfformation auszuscheren", werden hier nur wenig Einfluss haben können.

(red)

23.3.2009 12:34
clsc, 23. 03. '09 18:13
keine Alternative
Die Lehrer sind öffentlich Bedienstete und haben im Gegensatz zu Angestellten in der Privatwirtschaft KEINE Möglichkeit persönlich mit dem Dienstgeber Gehaltsverhandlungen zu führen. Daher ist es für Probleme bei Gehaltsvereinbarungen unbedingt notwendig eine gemeinsame Vertretung zu haben. Wer vernünftige, logisch nachvollziehbare Argumente oder Reformen hat, braucht sich nicht hinter Vereinbarungen mit Regierungskollegen verstecken. Die Frau Minister soll ihre Reformen und deren Kosten auf den Tisch legen und dann erst könnten von der Lehrervertretung eine Zustimmung erwartet werden. Ich zahle in einem Geschäft auch erst, wenn ich weiß, was ich wofür bekomme und nicht für Versprechungen. Aber das ist wohl in Bankerkreisen so üblich und hat die Krise gebracht.Danke Frau Ex-Banker-Minister
mitleser, 23. 03. '09 20:48
Re: keine Alternative
ja das haben aber lehrer gewusst, BEVOR sie in den dienst gingen (hoffentlich).
abraxa, 23. 03. '09 21:57
Re: keine Alternative
Viele Frauen haben aber auch den Lehrberuf deshalb ergriffen, weil sie VORHER wussten, dass dieser Beruf leichter mit einer Familie und Kindern vereinbar ist, da man sich einen Teil der ARbeitszeit einteilen kann und jetzt sollen sie, nur damit die Volksseele befriedigt ist, ihre Vor- und Nachbereitung in der Schule machen. MAnche Lehrer würden sich vielleicht am NAchmittag lieber um die eigenen Kinder kümmern, dafür arbeiten sie dann am Abend, wo andere ein Bier trinken gehen ...
sidestep, 24. 03. '09 08:42
@ MITLESER - eines haben die Lehrer nicht gewußt
Eines konnten die Lehrer bei besten Willen nicht wissen, als sie ihren Beruf ergriffen. Welche Niete oftmals nach Wahlen in das Bildungsministerium einzieht. Das ist ein Risiko, das unkalkulierbar ist. Diesmal hat man halt voll daneben gegriffen. Eine Bankerin im Bildungsministerium!? Das ist, als ob ich die Netrebko in das Innenministerium setzen würde!
anton2009, 24. 03. '09 16:39
Re: keine Alternative
Hier will sich ein Herr Landau in Szene setzen und wichtig tun! Allein die Gewerkschft ist für Verhandlungen zuständig! Wo wären wir ohne Gewerkschaft?
Sensor, 23. 03. '09 17:26
Die Vernunft soll siegen
Damit eine gute Lössung beim Schulproblem ereicht werden kann, ist es unbedingt notwendig, dass endlich der ewige Verhinderer und Multiapparatschik Neugebauer von der Bühne verschwindet!!!!
Grüße Sensor
mitleser, 23. 03. '09 17:32
Re: Die Vernunft soll siegen
wieso werden alle lehrer in einen topf geworfen? es gibt lehrer, die sich nicht DIE LEHRER oder DIE GEWERKSCHAFT nennen lassen. lehrer ist nicht gleich betonierer... dafür sorgt schon die gewerkschaft, die glaubt, jeder lehrer ist mitglied. irrtum.
sidestep, 26. 03. '09 09:06
Re: Die Vernunft soll siegen
Mag sein, verehrte(r) Mitleser(in), dass es einige Lehrer gibt, die "Ausreiser" sind. Diese Leute gibt es überall. Auch in Ihrem Bereich. In einer Demokratie bestimmt aber immer die Mehrheit und die Mehrheit steht hintern den gerwerkschaftlichen Maßnahmen. Da wird es auch Ihnen nicht gelingen, die Mehrheit auseinander zu dividieren - alles klar?