Mittwoch, 18. März 2009

Liebe Leserin, Lieber Leser! Andreas Mölzer und sein Jackpot-Job in Brüssel

  • Atha Athanasiadis, NEWS-Chefredakteur
  • PLUS: Wie ist Ihre Meinung zu den EU-Abgeordneten?

Beispielhaft. Was passiert, wenn FPÖler an die Geldtöpfe der Macht kommen? Sie bedienen sich. Legal und ungeniert...

Stolz sind wir auf unsere Unikate. Auf den Peter Alexander und den Stephansdom. Auf Mozart und dessen Kugeln. Auf unseren Walzer und den Sigmund Freud. Und der Wiener liebt seinen Moser so sehr wie der Steirer seinen Rosegger. Allesamt Unikate. Weil das Einzelstück an sich ist ja was Besonderes.

So wie der Andreas Mölzer. Der ist ein politisches Gesamtkunstwerk. Total unique. Gott sei es gedankt.

Der Fall Mölzer hat vor allem deshalb was Einzigartiges, weil er zeigt, was passiert, wenn FPÖler an Geldtöpfe kommen. Sie bedienen sich. Legal und ungeniert.

Dabei wirkt der Mölzer Andi so sauber und ehrlich. Mit seinen Schmissen im Gesicht. Vom dümmlichen Säbelhauen im Burschenschaftskeller kommen die. Zeichen der Tapferkeit sind sie für ihn. Bluten für Rechts. Wenn’s gefällt. Mölzer ist auch ein Mann, der gerne und oft vor und mit Rechtsextremen spricht. Ein Mann, der eine Zeitung herausgibt, in der die nationalsozialistischen Verbrechen grob verharmlost, die Schuld Nazi-Deutschlands am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges geleugnet, Adolf Hitler ein „großer Sozialrevolutionär“ und dessen Stellvertreter Rudolf Heß ein „kühner Idealist“ genannt wird. Und in der behauptet wird, dass der Holocaust sich angeblich „nur mehr quasireligiös begründen“ lasse und als „Mythos“ in Zweifel gezogen wird. Und dieser Mann sitzt für Österreich im EU-Parlament. Auf einem hoch dotierten EU-Posten.
Stolz wurde Mölzer von der FPÖ auf diesen Jackpot-Job gesetzt. Als einer, der „in Brüssel aufräumt“. Hat er das? Sein Büro vielleicht. Denn was macht unser lieber, kleiner Sauber-Andi wirklich in Belgien den ganzen Tag? Arbeiten? Mensurfechten? Tja – da war er wieder, der NEWS-Realitätscheck und der Beweis dafür, dass die FPÖ nur eines kann: laut brüllen – aber nichts wirklich ändern…

18.3.2009 16:17
alfred114, 19. 03. '09 18:42
bravo, bravo
endlich jemand der die Dinge beim Namen nennt, ich denke es gibt keine unangenehmere Erscheinung in diesem Land als Mölzer, er ist eine Schande für Österreich, jawohl eine Schande !! Das peinliche dabei ist, dass er und sein bester Freund Höbelt sich als "Intellektuelle" bezeichnen, in Wahrheit sind sie nur peinlich, peinlich !! Solange jeder dritte Österreicher brav sein Kreuzerl bei diesen Parteien macht, werden die beiden nicht von der Bildfläche verschwinden - und das ist für mich das Unfassbare. Da brauchen sich die Herren Pröll und Feymann gar nicht aufregen, wenn ausländische Medien Österreich als "Aufmarschgebiet der Nazis " bezeichnen.