Kängurus sollen erschossen werden:
Beuteltiere vermehren sich zu schnell
- Behörden: Verhütungsmittel bisher nicht wirksam
- Tierschutzverband kündigte Demonstrationen an

Die Behörden im Bezirk der australischen Hauptstadt Canberra wollen zahllose Kängurus erschießen. Dies soll der beste Weg sein, die wachsenden Bestände zu verringern. Die Zahl der Tiere, die getötet werden sollen, wurde nicht genannt.
"Es gibt heute wahrscheinlich mehr Tiere des Östlichen Grauen Riesenkängurus als zu irgendeiner Zeit in den vergangenen hundert Jahren", erklärte der regionale Chefminister Jon Stanhope. Immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen mit den Beuteltieren. Die Bemühungen um die Entwicklung eines oral einzunehmenden Verhütungsmittels zur Kontrolle der Känguru-Vermehrung waren bisher nicht erfolgreich.
Im vergangenen Jahr wurden auf einem verlassenen Militärgelände in Canberra 400 Kängurus durch die Injektion von Gift getötet, was heftige Proteste ausgelöst hat. Der Präsident des australischen Tierschutzverbands (Wildlife Protection Association of Australia), Pat O'Brien, kündigte Demonstrationen an, falls die Behörden ihren Plan in die Tat umsetzen. Es gebe zwar viele Kängurus, "aber sicherlich nicht zu viele", sagte O'Brien. (apa/red)
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