Sonntag, 22. März 2009

"Zombie-Banken" sinnlos: Insolvente Banken nicht künstlich am Leben halten

  • EZB-Chef: Kein vernünftiger Mensch würde dies tun
  • Kredite an Privathaushalte sollen weiterfließen

Insolvente europäische Banken sollten nach Ansicht von EZB-Direktoriumsmitglied Jose Manuel Gonzalez-Paramo nicht künstlich am Leben gehalten werden. Kein vernünftiger Mensch würde dies tun. Auch würde kein Volkswirt oder Zentralbanker behaupten, sogenannte "Zombie"-Unternehmen oder -Banken könnten langfristig einem Land in irgendeiner Weise nützen.

Auf der anderen Seite sollte die EZB aber gesunden Instituten weiterhin in unbegrenzter Höhe Liquidität zur Verfügung stellen, damit die Kredite an Privathaushalte und Unternehmen fließen können. Gonzalez-Paramo erklärte weiter, er rechne damit, dass die europäischen Geldhäuser noch nicht über den Berg seien. Der weltweite Wirtschaftsabschwung und der Wertverlust von strukturierten Anlageinvestitionen werde ihnen in naher Zukunft noch weiter zu schaffen machen.
(apa/red)

22.3.2009 15:09