Samstag, 21. März 2009

USA schaffen Fonds für faule Wertpapiere:
Regierung will 100 Mrd. Dollar aufwenden

  • Private Investoren sollen wieder gewonnen werden
  • Übernahme der Papiere um Wirtschaft anzukurbeln

Die US-Regierung will einen neuen Plan vorstellen, mit dem Finanzinstitute vom Ballast fauler Wertpapiere befreit und das Kreditgeschäft wieder in Gang gebracht werden soll. Zusätzlich zu den bereits beschlossenen Programmen könnten dafür zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar bereit gestellt werden.

Damit sollten vor allem private Investoren gewonnen werden, die aufgrund der allgemeinen Entrüstung über die Bonus-Zahlungen beim angeschlagenen US-Versicherungsriesen AIG nach umfangreichen Staatszuwendungen sehr vorsichtig seien. Das berichtete das "Wall Street Journal (WSJ)" am Samstag.

Faule Papiere aufkaufen
Zudem solle beim Bundesinstitut für die Versicherung von Bankguthaben FDIC eine neue Einheit geschaffen werde, die faule Kredite übernehmen könnte, berichtet das "WSJ" weiter. Des weiteren treibe die US-Regierung die Bildung eines gemeinsamen Fonds von Staat und Privatinvestoren voran, der Hypotheken gestützte und andere Wertpapiere übernehmen solle.

Dieser Fonds könnte von privaten Investment-Managern geführt und sowohl mit privaten und als auch öffentlichen Geldern ausgestattet werden. Der neue Plan könnte dem Bericht zufolge "die beste Möglichkeit" der US-Regierung sein, der Finanzkrise entgegenzuwirken.
(apa/red)

21.3.2009 19:49