Sonntag, 22. März 2009

Insolvenz ist für Opel-Chef keine Lösung:
Keine Gegenliebe für Vorschlag der Politik

  • Demant: "Wir führen keine Insolvenzgespräche"
  • Scharfe Kritik an Äußerungen der Bundesregierung

Für Opel-Chef Hans Demant kommt eine von der deutschen Bundesregierung ins Gespräch gebrachte Insolvenz des angeschlagenen Autobauers nicht in Frage. "Insolvenz ist für uns keine Alternative. Wir führen keine Insolvenzgespräche und wollen auch keine führen", sagte Deman. Er äußerte sich zuversichtlich, dass das Unternehmen mit der Politik andere Lösungen finde.

Der Opel-Chef kritisierte dem Bericht zufolge Äußerungen einiger Politiker zum Rettungsplan des Unternehmens: "Da wurde der Eindruck erweckt, wir würden dilettantisch arbeiten." Das Management von Opel und General Motors Europe stehe immerhin vor einer hochkomplexen Aufgabe. "Unser Konzept sieht eine komplette Restrukturierung von Opel in Europa vor", sagte Demant.

Zur Frage, wem die Patente von Opel künftig gehören, sagte Demant, die Patente lägen in einer zentralen Holding. "Wir haben aber die vertragliche Zusicherung, dass wir diese Patente weiter frei nutzen können und weiter Miteigentümer der Patente sind", ergänzte Demant. Unabhängig davon, ob diese Patente ein Teil der Sicherheiten für Kredite in den USA seien, habe Opel weiter vollen Zugriff auf sie.
(apa/red)

22.3.2009 15:41